Geschäft auf Zeit in Aurich  14-Stunden-Shop in Norderstraße machte alle glücklich

Gabriele Boschbach
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Von Gabriele Boschbach
| 10.05.2024 08:56 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Frauenpower für eine anziehende Sache (von links): Inka Wessels, Eva-Maria Decking, Anke Backer, Maria Brand, Uschi Klimaschka-Behrends und Kerstin Bartels. Fotos: Boschbach
Frauenpower für eine anziehende Sache (von links): Inka Wessels, Eva-Maria Decking, Anke Backer, Maria Brand, Uschi Klimaschka-Behrends und Kerstin Bartels. Fotos: Boschbach
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Der „Lions-Club Frisia Orientalis“ hat am ersten Mai-Wochenende gespendete Textilien verkauft. Das zog sehr unterschiedliche Kunden an.

Aurich - Dieser Kaufrausch hat sich gelohnt: Der Lions-Club Frisia Orientalis hat mit seinem Textil-Geschäft auf Zeit, einem sogenannten Pop-up-Store, am ersten Mai-Wochenende großen Erfolg gehabt. „Wir haben 5200 Euro eingenommen“, sagt Lions-Mitglied Maria Brand. Aller Wahrscheinlichkeit nach werde nicht der volle Betrag an den MTV und sein Projekt „Kinder in Bewegung bringen“ überwiesen, weil noch Nebenkosten, etwa durch den Druck von Prospekten, bezahlt werden müssten.

Der Service-Club hatte für Sonnabend, 4. Mai, und für Sonntag, 5. Mai, ein Ladenlokal in der Norderstraße 20 angemietet. Unter dem Namen „2nd Chance“ wurde 14 Stunden lang Kleidung verkauft, die vorher gespendet worden war. Bei der Ausstattung des Ladens gab es viele helfende Hände. So hat unter anderem der Herrenausstatter Rump mit großzügigen Ladenausstattungs-Spenden zum Erfolg des Projekts beigetragen.

Oberteile waren der Knüller

„Die Resonanz war gerade am Sonnabend sehr gut“, zieht Maria Brand Bilanz. Nach ihrer Beobachtung seien immer fünf bis zehn Kunden im Laden gewesen. Prägnant: Es habe sowohl Familien gegeben, die sich bei dieser Gelegenheit ganz neu eingekleidet hätten, aber auch klassische Schnäppchenjäger, die eine solche Gelegenheit nutzen, um günstig an hochwertige Textilien zu gelangen.

Vor allen Dingen Oberteile seien sehr gut verkauft worden: „T-Shirts, Jacken und Blusen waren sehr begehrt.“ Maria Brand führt das aber auch darauf zurück, dass von diesen Teilen besonders viel gespendet worden ist.

Denkt der Lions-Club wegen dieses Erfolgs daran, gleich das nächste Projekt dieser Art in Angriff zu nehmen? Vielleicht wieder ein Ladenlokal, unter Umständen dasselbe, für einen Abverkauf zu nutzen? Organisatorisch möglich wäre das durchaus. Die Verkaufsfläche in der Norderstraße 20 steht nämlich noch eine Weile leer. Die Vermieterin hat zwar nach eigener Aussage bereits einen Nachmieter, doch der will sich Zeit lassen mit seiner Geschäftseröffnung. Außerdem soll das Ladenlokal, vor allen Dingen die im hinteren Teil liegenden Lager- und Funktionsräume, modernisiert werden. Ein erneutes Engagement sei nicht geplant, so Maria Brand. Man müsse zunächst das jüngst beendete Projekt auswerten.

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