Wettschießen am letzten Spieltag Plötzlich ist für die SpVg-Frauen doch der Aufstieg möglich
Aurich ist nur Dritter in der Frauen-Oberliga, doch die Teams davor wollen oder dürfen nicht aufsteigen. Nun kommt es am letzten Spieltag zum Fernduell mit einem ostfriesischen Rivalen.
Aurich - Nach der Niederlage gegen Hollage war der Traum der Auricher Frauenmannschaft vom Aufstieg in die Regionalliga eigentlich vorbei. In der Tabelle liegen Burg Gretesch und die Blau-weißen einen Spieltag vor Ende der Oberliga-Saison zehn und neun Punkte vor Aurich.
Doch nach dem 4:0-Heimerfolg der SpVg gegen den FC Geestland ließ Trainer Tammo Pfeiffer die Katze aus dem Sack. „Hollage darf nicht aufsteigen und Burg Gretesch will nicht“, sagt Pfeiffer. Und es wird noch besser: Der Drittplatzierte würde direkt aufsteigen, weil auch die Relegation mit dem Meister der Oststaffel wegfällt. Auch in den östlichen Regionen Niedersachsens möchte niemand aufsteigen.
SpVg nur ein Tor vor dem SV TiMoNo
Es gibt vor dem letzten Spieltag nur ein Problem. Der ostfriesische Dauerrivale des SV TiMoNo liegt auf Platz vier mit derselben Punktzahl, nur um ein Tor schlechter. Auf dem Papier hat die Mannschaft von Trainer Jan-Henrik Koppelkamm beim Tabellenvorletzten Jahn Delmenhorst die leichtere Aufgabe. Die Pfeiffer-Mannschaft reist zum Tabellenführer Burg Gretesch. Weil sich die Mannschaft des Gegners in der nächsten Saison erheblich verändern wird, hat man sich dort schon vor Monaten dazu entschlossen, nicht in der Regionalliga zu spielen. „Aber sie wollen sicherlich Meister werden“, sagt Pfeiffer.
Dass es am letzten Spieltag ein Fernduell und ein Wettschießen um den Aufstieg geben wird, liegt auch an der 1:2-Heimniederlage des SV TiMoNo gegen BW Hollage. Und auf Platz drei stehen die Auricher nur, weil Jane Rekowski gegen Geestland in der dritten Minute der Nachspielzeit noch auf 4:0 erhöhte. Gerne hätte SpVg-Trainer Tammo Pfeiffer noch mehr Tore seiner Spielerinnen bejubelt. „Das ist auch das einzige Manko. Wir hätten viel mehr Tore schießen müssen.“ So könnte nun am letzten Spieltag selbst ein knapper Sieg beim Tabellenführer nicht reichen.
Tore: 1:0 Cordes (22.), 2:0/3:0 Assing (58./84.), 4:0 Rekowski (90+3).
SpVg Aurich: Götz, Hankl, Cordes, Schurwonn (10. Rekowski), Steiner, Kersten (68. Reens), Kempe, Assing, Musal (79. Vasquez), Rewohl, Wunder.