Fußball-Ostfrieslandklasse A  Deutlicher Ihlower Sieg mit Rumpfelf

Wilfried Gronewold
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Von Wilfried Gronewold
| 06.05.2024 15:45 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 5 Minuten
Jannes Weber gewann mit Eintracht Ihlow deutlich mit 6:2 gegen Borkum. Foto: Wilfried Gronewold
Jannes Weber gewann mit Eintracht Ihlow deutlich mit 6:2 gegen Borkum. Foto: Wilfried Gronewold
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Trotz großer Personalsorgen gewinnt die Eintracht in der A-Klasse mit 6:2 gegen Borkum. Westerende bleibt auf Aufstiegskurs.

Aurich - In der Staffel 2 der Ostfrieslandklasse A hat sich bei Eintracht Ihlow die Verletzungsserie fortgesetzt. Beim 6:2 gegen Borkum glichen Spieler der zweiten Mannschaft die Lücken aus. Beim TuS Esens II kam gegen Westerende die Reserve der Reserve zum Einsatz. Die mit Spielern der dritten Mannschaft verstärkte Landesliga-Reserve machte es dem TuS Westerende jedoch nicht leicht. Im Derby des SV Eintracht Plaggenburg gegen die Reserve vom SV Großefehn traten die Gäste ebenfalls ersatzgeschwächt an. Ein bekanntes Gesicht verstärkte die Weber-Elf.

SV Eintracht Ihlow – Borkum 6:2

Neben den ohnehin schon ausgefallenen Spielern melden sich unter der Woche zusätzlich Stefan Rehling und Markus Einnolf verletzungsbedingt ab. Spieler der zweiten Mannschaft schlossen die Lücken. In der ersten Spielhälfte spielte Ihlow beherzt nach vorne. Den personellen Rahmenbedingungen geschuldet, fehlte es aber anfangs noch an Zuordnung und Passgenauigkeit. Wenn die Bälle ankamen, wurde es aber vor dem Borkumer Tor gefährlich. So in der 13. Minute, als Leon Siebels den Führungstreffer erzielte. Sechs Minuten später der Ausgleich durch Kai-Uwe Dittrich, der nach einem Ihlower Abwehrfehler frei vor dem Ihlower Tor zum Schuss kam.

In der 36. Minute legte Ihlows Kapitän Luca Wendeling den Ball kurz vor der Torauslinie zurück auf Justin Möhlmeyer, der zum 2:1 einnetzte. Einen Freistoß aus mehr als 20 Metern nutzte Borkums Giuseppe Rapana zum erneuten Ausgleich, zugleich der Pausenstand.

In der zweiten Spielhälfte dominierte Ihlow das Geschehen auf dem Spielfeld. Borkumer Aktionen hatten Seltenheitswert. In der 48. Minute traf Keno Lerf nach Vorlage von Luca Wendeling zum 3:2. Zwölf Minuten später richtete es Wendeling selber und Ihlows bester Torschütze (20 Tore) beendete seine seit mehreren Pflichtspielen andauernde Torflaute mit dem Treffer zum 4:2. Justin Möhlmeyer schnürte in der 71. Spielminute seinen Doppelpack zum 5:2 und Jannek Weber, der nach langer Verletzungspause diesmal mehr Spielzeit erhielt, traf in der 85. Minute zum 6:2-Endstand. „Es war ein gutes Spiel von uns. Die Borkumer haben die Tore gemacht, weil wir in den Situationen individuelle Fehler machten. Dazu haben wir noch einige gute Torchancen vergeben“, analysierte Ihlows Trainer Jannik Swieter.

Tore: 1:0 Siebels (13.), 1:1 Dittrich (19.), 2:1 Möhlmeyer (36.), 2:2 Rapana (37.), 3:2 Lerf (48.), 4:2 Wendeling (60.), 5:2 Möhlmeyer (71.), 6:2 Jannek Weber (85.)

SV Eintracht Ihlow: Luitjens, Möhlmeyer, Wendeling, Schmidt (55. Fröhling), Liebich Flessner, Jannes Weber, Siebels, Krüger (66. Jannek Weber), Grobbel (72. Gebers), Heller, Lerf (71. Anwand)

SV Eintracht Plaggenburg – SV Großefehn II U 23 4:1

Trotz der Regenfälle in der Nacht war der Plaggenburger Hauptplatz am Eintrachtweg in einem akzeptablen Zustand. In keinem guten Zustand war dagegen die Mannschaft von Großefehn II. Das Team um Yannik Weber trat akut ersatzgeschwächt an. In der Startaufstellung verstärkte darum auch Tammo Bölts, der frühere Trainer (bis 2020) der Fehntjer A-Mannschaft. Plaggenburg bestimmte in der ersten Halbzeit das Spiel. Großefehn spielte tapfer mit, hatte aber so gut wie keine Torchance. In der 16. Minute traf Marten Friedrichs aus kurzer Distanz nach einer Flanke von links. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit eroberte Friedrichs dann den Ball an der Torauslinie außerhalb der rechten Strafraumgrenze und beförderte den Ball aus extrem spitzem Winkel mit dem linken Fuß in das Fehntjer Tor. „Das war sehenswert“, so Trainer Klaus-Dieter Scherf. Mit einer 2:0-Führung ging es in die Pause.

In der zweiten Hälfte spielte Großefehn mit mehr Risiko, blieb aber weiter erfolglos im Abschluss. In der 70. Minute traf dann Jannes Best nach guter Vorbereitung zum 3:0. Nur vier Minuten später schnürte er aus 16 Metern seinen Doppelpack zum 4:0. In den letzten zehn Minuten wurden die Platzherren etwas nachlässig. Folge war der Anschlusstreffer der Gäste durch Maik Schmidt. „Wir waren zwingender und haben verdient gewonnen. Das Gegentor ärgert mich aber“, resümierte Scherf.

Tore: 1:0, 2:0 Friedrichs (16., 43.), 3:0, 4:0 Best (70., 74.), 4:1 Schmidt (84.)

SV Eintracht Plaggenburg: Collmann, Gerdes, Best, Thiele, Friedrichs, Ideus, Habben, Eiben, Ubben, Janßen, Adam, 63. Ihnen, 72. Wicht, 75. Janotta,

SV Großefehn II U23: Ziegler, Steinhorst, Bölts, Ulferts, Krüger, Weber, Zimmermann, Saathoff, Dirks, Schmidt, Prokopenko, 79. Zimmermann, 79. Willen

TuS Esens II – TuS Westerende 0:2

Einfach war das Spiel des TuS Westerende gegen den Tabellenvorletzten TuS Esens II nur auf dem Papier. Auf dem Platz musste sich Westerende für die drei Punkte mächtig strecken. Spieler der dritten Mannschaft verstärkten die Esenser Landesliga-Reserve. „Das sind erfahrene Fußballer“, bemerkte Westerendes Trainer Klaus Hoofdmann. Esens ließ den Ball gut laufen und machte es den Gästen schwer, ohne aber selber torgefährlich zu sein. Nach einer halben Stunde Spielzeit dann die Führung für Westerende nach einer Ecke. Der Ball landete auf der entgegengesetzten Strafraumseite bei André Hölscher. Seine Hereingabe verwandelt Sascha Hayenga zum 0:1.

Mit einer leichten Führung der Gäste ging es in die Halbzeitpause. Im weiteren Verlauf blieb Esens spielbestimmend, aber weiter ohne zwingende Torchancen. In der 59. Spielminute dann die Rote Karte für Esens Torwart Lukas Bartelt nach Foulspiel an Hannes Ihnen. In der 71. Spieleminute traf André Hölscher nach einer guten Kombination zum 2:0 Endstand aus Westerender Sicht.

„Spielerisch war Esens 90 Minuten besser. Nur vor dem Tor fehlte die Durchschlagskraft. Wir haben gewonnen, weil wir die wenigen Chancen nutzten, die uns die Esenser boten“, lautete das Fazit von Klaus Hoofdmann.

Tore: 0:1 Hayenga (31.), 0:2 Hölscher (71.)

TuS Westerende: Busker, Weinstock, Stüven, Thai (85. Bohlen), Hölscher (88. Stüven), Roschmann, Willms, Ihnen (72. Werthmann), Sparringa (76. Janssen), Heyen, Hayenga

Rote Karte: Esens II (59. Lukas Bartels).

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