Auricher Geranienmarkt Trotz Regen kamen die Besucher
Am Sonntagmorgen drohte der Geranienmarkt wegen des Wetters noch ins Wasser zu fallen. Doch die Menschen kamen dennoch – und schließlich klarte es auch auf.
Aurich - Zum 27. Mal fand am Sonntag der Auricher Geranienmarkt statt. Das Wetter meinte es zunächst nicht gut mit den Pflanzenhändlern und den übrigen Beschickern des Geranienmarktes auf dem Auricher Marktplatz. In der Nacht zu Sonntag hatte es Starkregen gegeben, der am Vormittag zwar abgeklungen war. Dafür gab es immer noch weiter Schauer. Erst am Nachmittag ließ der Regen nach und es gab längere trockene Abschnitte.
Eingefleischte Stammkunden des Geranienmarktes ließen sich aber vom Regen nicht abschrecken. Die ersten waren gleich zu Beginn um 9 Uhr morgens auf den Marktplatz gekommen, um sich die besten Pflanzen aussuchen zu können. Dennoch waren es nicht so viele wie bei früheren Märkten. Das hat zum Beispiel Jochen Jakobs (Garten Eden) beobachtet. Er war beim Aufladen seiner Pflanzen am frühen Morgen bereits durchnässt worden. Umziehen hieß es, ehe er sich auf den Weg nach Aurich machen konnte. Er hoffte aber, dass das Wetter sich im Laufe des Tages noch bessern könne. Eine Hoffnung, die sich später erfüllen sollte.
Flohmarktprofi seit 40 Jahren
Erstmals dabei war neben den Pflanzen auch ein großes Angebot an Terrassen- und Gartenmöbeln. Nicht fehlen durfte wieder Käse-Frans mit seinem Angebot an Nüssen, Südfrüchten und natürlich Käse. Einige Schausteller sorgten für Süßes, und für die Kinder fuhr mitten auf dem Marktplatz ein Karussell.
Einer von denen, die gleich ab 9 Uhr auf dem Marktplatz Waren anboten, war Kurt Graf. Der 80-Jährige kommt seit fünf Jahren auf den Geranienmarkt. Der Flohmarktprofi, der auch den Flohmarkt beim Auricher Stadtfest organisiert, ist seit gut 40 Jahren im Geschäft. Beim Geranienmarkt bietet er alles an, was Hausbesitzer für die Gestaltung ihres Gartens gebrauchen können. Alte Zinkbadewannen, Eimer oder auch Melkkannen stehen auf dem Marktplatz. „Bei uns wurden diese Sachen alle entsorgt“, erzählt Graf. In Ostdeutschland, Tschechien oder Polen werde er aber immer noch fündig. „Diese Gegenstände kommen aus halb Europa und sind bis zu 100 Jahre alt.“
Kaufleute waren zufrieden
Mehr einen Blick für Blumen haben Friederike und Jakob Britz. Die beiden Geschwister aus Aurich waren mit ihrer Mutter Katharina am Sonntagvormittag auf dem Marktplatz unterwegs. Der Regen hatte sie nicht davon abhalten können, auf den Geranienmarkt zu gehen. Gewissenhaft wurden die Pflanzen begutachtet. „Jeder darf sich eine aussuchen“, erklärte Katharina Britz.
Am Nachmittag wurde es langsam trockener, sogar die Sonne ließ sich etwas sehen. Der feuchte Beginn des verkaufsoffenen Sonntags schadete aber der Frequenz in den Geschäften nicht. Ganz im Gegenteil, wie Sven Haltermann, Geschäftsführer des Modehauses Silomon, auf Anfrage sagte. Er sei geradezu begeistert vom Interesse der Kunden. Das eher bescheidene Wetter sei im Grunde gut für die Läden gewesen, so seine Ansicht. Denn bei Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen wären die Menschen wahrscheinlich weniger in die Geschäfte gekommen.
Eine Ansicht, die auch Udo Hippen, Vorsitzender des Kaufmännischen Vereins (KV), teilt. „Die Veranstaltung funktioniert nach wie vor“, sagt er auf Anfrage. Und das trotz des eher schlechten Wetters. Natürlich wären bei Sonnenschein wahrscheinlich noch mehr Menschen in der Stadt unterwegs gewesen. Aber insbesondere in der Zeit ab 15.30 Uhr, als es trocken wurde, hätten sich Fußgängerzone und Marktplatz merklich gefüllt. Ein Zeichen dafür, dass solche Aktionstage beim Publikum nach wie vor gefragt seien.