Auricher Markthalle Bauzaun sorgt für beengte Verhältnisse
Im Mai beginnen die Bauarbeiten an der Hülle der Markthalle. Passanten müssen sich auf Beeinträchtigungen einstellen.
Aurich - Entkernt ist die Auricher Markthalle bereits. Nun beginnen auch die Arbeiten an der Außenhaut. Die ersten Hauben sind abgenommen worden, und die Verkleidung an der Fassade wurde teilweise abgenommen. Nun sollen die sogenannten Bauhauptarbeiten folgen, wie Stadtsprecher Johann Stromann auf Anfrage unserer Zeitung sagt. Die Ausschreibungen für die einzelnen Gewerke seien abgeschlossen worden. „Mit einem guten Ergebnis.“ Soll heißen, dass die Angebote den kalkulierten Kostenrahmen nicht überschritten haben. Insgesamt plant die Stadt zwei Millionen Euro für die Umbauarbeiten der Markthalle ein.
Die Stadt ist dabei für den Umbau der Hülle zuständig. Die Aufgabe: marode Teile sanieren, Gebäude energetisch aufrüsten, rollstuhlgerechte öffentliche Toilette einbauen, die Vorgaben des Pächters im Hinblick auf die Gestaltung erfüllen. Der Pächter ist das Café Extrablatt. Das Unternehmen wird bis zu 1,6 Millionen Euro in den Innenausbau investieren.
Feste können durchgeführt werden
Zunächst aber geht es mit der Hülle im Mai los. Die Arbeiten werden auf dem Marktplatz zu Beeinträchtigungen führen. Denn um die Markthalle herum muss ein Bauzaun aufgestellt werden. Etwa zwei Meter Abstand wird der Zaun zum Gebäude haben, was an den Seiten zu neuen Engstellen führen wird. Deswegen werde man an der Stelle das Mobiliar, also Bänke und Mülleimer, abbauen, so Stromann.
Bis zu zehn Meter Platz wird die Absperrung der Markthalle an der Nordseite benötigen. Denn Container müssen aufgestellt, Baumaterial gelagert werden. Viel Platz, der für andere Nutzungen dann nicht zur Verfügung steht. Die Großveranstaltungen auf dem Marktplatz sollen dadurch allerdings nicht beeinträchtigt werden, betont Stromann. Weinfest, Stadtfest, Heidemarkt: „Alles kann wie immer durchgeführt werden.“ Dafür würde dann vor allem an der Nordseite der Markthalle der Bauzaun zurückgenommen. Spätestens am Donnerstag vor dem Fest müssten Container und Materialien umziehen, so Stromann.
Geranienmarkt am Sonntag
Noch vor dem Beginn des Weihnachtszaubers soll der Umbau der Markthalle abgeschlossen sein. Dann steht der Marktplatz wieder ganz normal zur Verfügung. Der Geranienmarkt am kommenden Sonntag wird indes vorerst die letzte Großveranstaltung sein, bei dem noch kein Bauzaun die Besucher behindert. Darauf weist Udo Hippen, Vorsitzender des Kaufmännischen Vereins, hin. Die Auricher Kaufmannschaft organisiert auch den 27. Auricher Geranienmarkt samt verkaufsoffenem Sonntag.
In der Zeit von 9 Uhr bis 18 Uhr können Besucher auf dem Marktplatz aus dem Angebot von rund 20 Ausstellern wählen und ihre Gärten mit blühenden Pflanzen und flankierenden Artikeln bereichern. Die Geschäfte in der Innenstadt öffnen in der Zeit von 13 Uhr bis 18 Uhr. Im vorigen Jahr hatte sich erstmals auch das Einkaufscenter „Caro“ am verkaufsoffenen Sonntag beteiligt. Zwei Stände waren im Einkaufscenter während des Geranienmarktes aufgebaut worden: einer mit frischen Blumen und einer mit Trockenblumen. Damit, so die Idee, sollte die Tradition des Marktes aufgenommen werden. Nach Ansicht der Gewerkschaft Verdi reichte das aber nicht aus für eine Teilnahme am Geranienmarkt. Denn der Pflanzenverkauf müsse dafür im Vordergrund stehen. Deswegen hat der KV in diesem Jahr für den Caro gar nicht erst einen Antrag für den verkaufsoffenen Sonntag gestellt.
Der Geranienmarkt bietet neben dem Pflanzenangebot ein buntes Rahmenprogramm. Unterhaltung im Carolinengang, Ballonmodellage für Kinder und Musik in der Stadt sorgen für Atmosphäre. Schausteller bieten Kirmesspezialitäten wie Crêpes, Mandeln, Eis sowie herzhafte Speisen an.