In die Arbeitswelt Tausende strömen zur 1. Jobmesse in die Sparkassen-Arena
Mehr als 90 verschiedene Firmen und Unternehmen stellen sich an zwei Tagen vor. Ihr Ziel? Neue Arbeitskräfte. Schon am ersten Tag strömten Tausende Besucher zur Jobmesse in die Sparkassen-Arena.
Aurich - Das Tor zwischen dem Auricher Ulricianum Gymnasium und der Sparkassen-Arena ist eigentlich weitestgehend geschlossen. Am Freitag war es sperrangelweit offen. Denn für die Schüler ging es bereits ab 9 Uhr hinüber zur 1. Jobmesse Ostfriesland. Rund 90 Firmen und Unternehmen stellten sich vor und boten ein jobmäßiges Allerlei für die Besucher. Erst am Nachmittag mischten sich auch erwachsene Menschen unter die Aussteller.
Der Freitag selbst stand dabei aber voll im Zeichen der Schulen. Denn auch, wenn es sich bei der Messe nicht direkt und explizit um eine Ausbildungsmesse handelt, waren diese natürlich Teil des Ganzen. So herrschte an den Ständen teilweise so hoher Andrang, dass teilweise kaum ein Durchkommen in den schmalen Gängen, vorbei an den Ständen war.
Ab 12 Uhr ließ der Andrang merkbar nach
Auf Hochtouren lief es auch bei der Polizei: „Wir sind bislang sehr zufrieden mit dem Anlauf“, erklärte ein Mitarbeiter, der nur wenige Sekunden später schon den nächsten Vortrag halten musste. Ein positives Leid, das viele Unternehmen teilten. Auch bei der Deutschen Post, Enercon, Tiernahrungshersteller Landguth oder Volkswagen war stets viel los. Zumindest bis zur Mittagszeit. Denn flachte es am Freitag ruckartig ab: „Die Schüler haben dann frei und gehen nach Hause“, so Norbert Schute-Lübken, Organisator der Messe.
Doch trotzdem zeigte er sich mit dem Zuspruch am ersten Tag äußerst zufrieden. „Alleine durch die Schulen kamen rund 1400 Besucher“, erklärt er. Hinzu der eine oder andere, der sich außerhalb der Arbeit oder Schule in die Sparkassen-Arena verirrte.
Unternehmen in einer schwierigen Personallage
Aber warum ist das Ganze so wichtig, Herr Schute-Lübken? „Weil es immer mehr Firmen gibt, die einfach Nachwuchs und Mitarbeiter suchen. Das wird von Jahr zu Jahr mehr“, erklärt er. Entsprechend sei es einfach wichtig, derartige Messen zu veranstalten, damit die Unternehmen und die Arbeitssuchenden auf viel einfacheren Wegen, als per Mail oder Bewerbung, aufeinander zu kommen können.
Dass das auch ganz gut klappt, zeigte sich kurzerhand: „Gerade eben hat eine junge Frau direkt ihre Unterlagen hier abgegeben an einem Stand“, freut sich Schute-Lübken. „Das ist genau das, wofür wir das Ganze machen.“ Die Schülerin war schon mit mehreren Bewerbungsmappen ausgestattet auf die Messe gekommen - und wurde sie am Ende auch los.
Idee zur Messe stammt aus dem Oldenburger Münsterland
Aber wie geht es nun weiter? „Die Ursprungsidee der Messe ist im Oldenburger Münsterland entstanden. Da wechseln wir in den Standorten jährlich zwischen Cloppenburg und Vechta“, erklärt der Organisator. Aufgrund der hohen Nachfrage von Unternehmen im Vorfeld der Messe ein Modell, das auch in Ostfriesland greifen wird. Schute-Lübken: „2025 stellen wir dann auf dem Messegelände in Leer aus.“
Für Aurich bedeutet das also, dass die Sparkassen-Arena erst 2026 wieder Zuhause der ostfriesischen Jobmesse sein wird. Doch die Schüler werden wohl auch in Leer dabei sein: „Wir gehen aktiv auf die Schulen zu und werben für die Veranstaltung“, so Schute-Lübken. Und das funktioniert! Auf dem Parkplatz in Aurich waren Busse aus Rhauderfehn, Wittmund und Norden zu sehen. Geht es nach den Organisatoren: ein echter Erfolg.