In die Arbeitswelt  Tausende strömen zur 1. Jobmesse in die Sparkassen-Arena

Patrick van Hove
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Von Patrick van Hove
| 26.04.2024 15:10 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die 15-jährige Nicole Asmus, Schülerin der KGS Wittmund, versuchte sich am Stand der Firma Enercon am Blech aus. Foto: Romuald Banik
Die 15-jährige Nicole Asmus, Schülerin der KGS Wittmund, versuchte sich am Stand der Firma Enercon am Blech aus. Foto: Romuald Banik
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Mehr als 90 verschiedene Firmen und Unternehmen stellen sich an zwei Tagen vor. Ihr Ziel? Neue Arbeitskräfte. Schon am ersten Tag strömten Tausende Besucher zur Jobmesse in die Sparkassen-Arena.

Aurich - Das Tor zwischen dem Auricher Ulricianum Gymnasium und der Sparkassen-Arena ist eigentlich weitestgehend geschlossen. Am Freitag war es sperrangelweit offen. Denn für die Schüler ging es bereits ab 9 Uhr hinüber zur 1. Jobmesse Ostfriesland. Rund 90 Firmen und Unternehmen stellten sich vor und boten ein jobmäßiges Allerlei für die Besucher. Erst am Nachmittag mischten sich auch erwachsene Menschen unter die Aussteller.

Natascha Einhoff (22, Mitte) ist eigentlich in einer Ausbildung zur Pflegefachkraft bei der Awo in Esens beschäftigt. Doch Einblicke in andere Berufe, wie hier am Stand der Bundeswehr, lohnen sich immer. Foto: Romuald Banik
Natascha Einhoff (22, Mitte) ist eigentlich in einer Ausbildung zur Pflegefachkraft bei der Awo in Esens beschäftigt. Doch Einblicke in andere Berufe, wie hier am Stand der Bundeswehr, lohnen sich immer. Foto: Romuald Banik

Der Freitag selbst stand dabei aber voll im Zeichen der Schulen. Denn auch, wenn es sich bei der Messe nicht direkt und explizit um eine Ausbildungsmesse handelt, waren diese natürlich Teil des Ganzen. So herrschte an den Ständen teilweise so hoher Andrang, dass teilweise kaum ein Durchkommen in den schmalen Gängen, vorbei an den Ständen war.

Ab 12 Uhr ließ der Andrang merkbar nach

Auf Hochtouren lief es auch bei der Polizei: „Wir sind bislang sehr zufrieden mit dem Anlauf“, erklärte ein Mitarbeiter, der nur wenige Sekunden später schon den nächsten Vortrag halten musste. Ein positives Leid, das viele Unternehmen teilten. Auch bei der Deutschen Post, Enercon, Tiernahrungshersteller Landguth oder Volkswagen war stets viel los. Zumindest bis zur Mittagszeit. Denn flachte es am Freitag ruckartig ab: „Die Schüler haben dann frei und gehen nach Hause“, so Norbert Schute-Lübken, Organisator der Messe.

Auch Modernes war mit dabei: Die Emsachse lockte mit Geräten, die die Besucher in die virtuelle Realität entführten. Foto: Romuald Banik
Auch Modernes war mit dabei: Die Emsachse lockte mit Geräten, die die Besucher in die virtuelle Realität entführten. Foto: Romuald Banik

Doch trotzdem zeigte er sich mit dem Zuspruch am ersten Tag äußerst zufrieden. „Alleine durch die Schulen kamen rund 1400 Besucher“, erklärt er. Hinzu der eine oder andere, der sich außerhalb der Arbeit oder Schule in die Sparkassen-Arena verirrte.

Unternehmen in einer schwierigen Personallage

Aber warum ist das Ganze so wichtig, Herr Schute-Lübken? „Weil es immer mehr Firmen gibt, die einfach Nachwuchs und Mitarbeiter suchen. Das wird von Jahr zu Jahr mehr“, erklärt er. Entsprechend sei es einfach wichtig, derartige Messen zu veranstalten, damit die Unternehmen und die Arbeitssuchenden auf viel einfacheren Wegen, als per Mail oder Bewerbung, aufeinander zu kommen können.

Viel Trubel auf schmalen Gängen: Die Jobmesse in der Sparkassen-Arena war bereits am 1. Tag der Jobmesse sehr gut besucht. Foto: Romuald Banik
Viel Trubel auf schmalen Gängen: Die Jobmesse in der Sparkassen-Arena war bereits am 1. Tag der Jobmesse sehr gut besucht. Foto: Romuald Banik

Dass das auch ganz gut klappt, zeigte sich kurzerhand: „Gerade eben hat eine junge Frau direkt ihre Unterlagen hier abgegeben an einem Stand“, freut sich Schute-Lübken. „Das ist genau das, wofür wir das Ganze machen.“ Die Schülerin war schon mit mehreren Bewerbungsmappen ausgestattet auf die Messe gekommen - und wurde sie am Ende auch los.

Idee zur Messe stammt aus dem Oldenburger Münsterland

Aber wie geht es nun weiter? „Die Ursprungsidee der Messe ist im Oldenburger Münsterland entstanden. Da wechseln wir in den Standorten jährlich zwischen Cloppenburg und Vechta“, erklärt der Organisator. Aufgrund der hohen Nachfrage von Unternehmen im Vorfeld der Messe ein Modell, das auch in Ostfriesland greifen wird. Schute-Lübken: „2025 stellen wir dann auf dem Messegelände in Leer aus.“

Weil in der Arena der Platz ausging, war im Vorfeld auch in einem Zelt auf dem Arena-Vorplatz aufgebaut worden. Foto: Romuald Banik
Weil in der Arena der Platz ausging, war im Vorfeld auch in einem Zelt auf dem Arena-Vorplatz aufgebaut worden. Foto: Romuald Banik

Für Aurich bedeutet das also, dass die Sparkassen-Arena erst 2026 wieder Zuhause der ostfriesischen Jobmesse sein wird. Doch die Schüler werden wohl auch in Leer dabei sein: „Wir gehen aktiv auf die Schulen zu und werben für die Veranstaltung“, so Schute-Lübken. Und das funktioniert! Auf dem Parkplatz in Aurich waren Busse aus Rhauderfehn, Wittmund und Norden zu sehen. Geht es nach den Organisatoren: ein echter Erfolg.

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