Bilanz des Energieversorgers EWE mit deutlichem Betriebsgewinn

| 25.04.2024 18:10 Uhr | 1 Kommentar | Lesedauer: ca. 2 Minuten
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EWE-Vorstandschef Stefan Dohler (links) und Finanzvorstand Wolfgang Mücher stellten die Bilanz vor. Foto: EWE
EWE-Vorstandschef Stefan Dohler (links) und Finanzvorstand Wolfgang Mücher stellten die Bilanz vor. Foto: EWE
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Das operative Ergebnis des regionalen Energieversorgers kletterte auf eine Milliarde Euro. Der Konzernchef räumt Schwierigkeiten beim Kundenservice ein.

Oldenburg/Ostfriesland - Der Energie- und Telekommunikationsdienstleister EWE hat im Geschäftsjahr 2023 mehr Umsatz erwirtschaftet und den operativen Gewinn deutlich erhöht. Das berichtet die Deutsche Presseagentur (DPA). Die Erlöse stiegen demnach vor allem durch höhere Börsenpreise für Strom und Erdgas im Vergleich zum Vorjahr um 16,3 Prozent auf zehn Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Oldenburg mitteilte. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern kletterte um 54,6 Prozent auf eine Milliarde Euro.

Unterm Strich fiel allerdings ein Verlust von 541,9 Millionen Euro an – deutlich unter dem Vorjahresplus von 425,2 Millionen Euro. Das Unternehmen begründete das Minus auch mit Sondereffekten. Das Marktumfeld sei schwierig, unter anderem wegen starker Preisschwankungen an den Energiemärkten.

Verbraucherzentralen hatten Unternehmen abgemahnt

„Wir blicken heute dennoch auf eine sehr positive operative Geschäftsentwicklung zurück“, zitiert DPA den EWE-Vorstandschef Stefan Dohler. Für das Jahr 2024 erwartet EWE „infolge der erwarteten Marktgegebenheiten“ ein um bis zu 45 Prozent geringeres Ergebnis als 2023.

Es habe Schwierigkeiten gegeben, den Kunden den Service zu bieten, den sie erwarteten, sagte EWE-Chef Dohler bei der Vorstellung der Bilanz. Er kündigte an, den Kundenservice verbessern zu wollen. Wie im November 2023 bekannt wurde, hatte die Verbraucherzentrale Niedersachsen das Oldenburger Unternehmen abgemahnt, weil manche Kunden mehrere Monate auf Rechnung und Auszahlung warten mussten.

Investitionen um annähernd 50 Prozent gesteigert

EWE beschäftigt mehr als 10.800 Mitarbeiter. Das Unternehmen ist überwiegend im kommunalen Besitz und liefert Strom an rund 1,4 Millionen Verbraucher und Erdgas an etwa 700 000. Im Bereich Telekommunikation hat EWE rund 700 000 Kunden.

Die Investitionen steigerte EWE um annähernd 50 Prozent auf rund 1,15 Milliarden Euro. Das Unternehmen strebt an, bis 2035 klimaneutral zu sein. Das heißt einfach gesagt, dass das Unternehmen dann das Klima nicht negativ beeinflussen soll.

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