Breitensport  Neustart für Sportabzeichentag im Brookmerland

| | 23.04.2024 19:26 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Beim Tag des Sportabzeichens gehen jährlich mehrere Hundert Brookmerlander Grundschüler an den Start. Foto: Thomas Dirks
Beim Tag des Sportabzeichens gehen jährlich mehrere Hundert Brookmerlander Grundschüler an den Start. Foto: Thomas Dirks
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Der Kreissportbund Aurich übernimmt die Regie beim Tag des Sportabzeichens für Grundschüler im Brookmerland. Was sich dadurch ändert und was bleibt.

Brookmerland - Laufen, springen, werfen: Gemeinsam versuchen Jungen und Mädchen aus Brookmerlander Grundschulen alljährlich im Sommer, die Bedingungen für das Deutsche Sportabzeichen zu erfüllen. Und das schon seit Jahren. „Wir bewegen das Brookmerland beim Tag des Sportabzeichens“ lautet das Motto der Aktion, die bislang vom früheren Sportabzeichenreferenten des Kreissportbundes (KSB) Aurich, Eilert Janssen, organisiert wurde. Jetzt steht ein Stabwechsel an. Der 78-jährige Janssen übergibt sein Werk an seine Nachfolger beim KSB, Imke Goudschaal und Tim Bloem.

Bei einem ersten Vorbereitungstreffen für die diesjährige Veranstaltung, die für den 22. Mai auf dem Sportplatz in Upgant-Schott geplant ist, überreichte Janssen Bloem symbolisch einen Ordner mit Unterlagen. Den hatte er einst von seinem Vorgänger Wilm Hicken aus Marienhafe erhalten.

Start im Sommer 2007

Janssen und Hicken gehören zu den Vätern des „Tages des Sportabzeichens“ im Brookmerland. Im Sommer 2007 stellten sie und ihre damaligen Mitstreiter Jürgen Lübben und Heinz Knieper ihr Konzept vor. Kurz darauf wetteiferten erstmals mehrere Hundert Grundschüler um den Fitnessorden. Ziel der Aktion war und ist es, Kinder für Leichtathletik und Bewegung allgemein zu begeistern, ihnen Bewegungsanreize zu geben. Das sei wichtiger denn je. Kinder und Jugendliche bewegten sich immer weniger, stellt Janssen fest.

Die früheren Sportabzeichenreferenten des Kreissportbundes Wilm Hicken (von rechts) und Eilert Janssen übergaben Unterlagen für den Sportabzeichentag an ihre Nachfolger Imke Goudschaal und Tim Bloem. Foto: Thomas Dirks
Die früheren Sportabzeichenreferenten des Kreissportbundes Wilm Hicken (von rechts) und Eilert Janssen übergaben Unterlagen für den Sportabzeichentag an ihre Nachfolger Imke Goudschaal und Tim Bloem. Foto: Thomas Dirks

Das sieht auch Hicken so. Er empfiehlt, weiterhin bei den Kleinsten anzusetzen. „Wenn wir etwas bewegen wollen, müssen wir in die Schulen“, sagt er und hofft dabei auf die Unterstützung von Lehrkräften und Eltern.

In den Anfangsjahren verzeichnete der Tag des Sportabzeichens große Erfolge. Die Zahl der verliehenen Sportabzeichen stieg im Kinder- und Jugendbereich rasant von 80 auf über 300. Auch wegen Corona sind die Zahlen inzwischen wieder rückläufig. Ein weiterer Grund: Viele Kinder können nicht schwimmen. Das aber ist zwingende Voraussetzung, um das Sportabzeichen zu erwerben. Auch hier sehen Hicken und Janssen Handlungsbedarf und vor allem die Schulen in der Pflicht.

Sie machten 2007 den Anfang: Wilm Hicken (stehend von links, Jürgen Lübben, Andre Kepper und (hockend von links) Eilert Janssen und Heinz Knieper legten den Grundstein. Foto: Thomas Dirks
Sie machten 2007 den Anfang: Wilm Hicken (stehend von links, Jürgen Lübben, Andre Kepper und (hockend von links) Eilert Janssen und Heinz Knieper legten den Grundstein. Foto: Thomas Dirks

Ansonsten blicken sie zufrieden zurück auf die knapp 20-jährige Geschichte ihres Tages des Sportabzeichens. „Heute ist die Veranstaltung ein Selbstläufer“, sagt Janssen. Er und Hicken wünschen sich, dass das so bleibt und ihre Nachfolger alles dafür Notwendige tun werden. Gemeinsam mit knapp 40 Prüfern und Helfern aus mehreren Brookmerlander Sportvereinen wollen die beiden Marienhafer weiter dabei sein. „Wir gehen davon aus, dass noch lange nicht Schluss ist“, sagte Janssen.

Es gehe weiter, versprach sein Nachfolger Tim Bloem, der Verbesserungsvorschläge von den Helfern entgegennahm. So wurden Sitzgelegenheiten, Schreibunterlagen und Starterklappen für die Weitenmesser und Zeitnehmer angeregt. Auch Weitenmarkierungen fehlten, hieß es. Bloem erwartet dafür Fördermittel vom Landessportbund. Auch haben er und Goudschaal beim Landkreis wegen des Spielmobils angefragt und das Rote Kreuz für den Sanitätsdienst bestellt.

Unterstützung vom Schulförderverein

Unterstützung kommt wieder vom Förderverein der Grundschule Upgant-Schott. Deren neue Vorsitzende Kathrin Hackspiel-Schwartz sagte, sie habe bereits Kontakt mit dem Combi-Verbrauchermarkt aufgenommen und die Zusage für kostenloses Obst und Getränke erhalten, die Mitarbeiter des Unternehmens an einem Stand an die Kinder verteilen wollen.

Bei der Brookmerlander Samtgemeindeverwaltung wollen die KSB-Vertreter darauf drängen, dass das Sportzentrum in Upgant-Schott am 22. Mai in einem guten Zustand ist. Die Anlage müsse unfallfrei nutzbar sein. Die Gemeinde habe eine Verkehrssicherungspflicht, erinnerte Olaf Görnert-Thy vom KSB.

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