Hamburg Flugpreise, Diesel, Pflege, Bahn-App: Das ändert sich im Mai 2024
Der Mai 2024 bringt Änderungen für Verbraucher mit sich, vor allem im Bereich Mobilität. Unter anderem schaltet die Bahn eine App ab – und kündigt damit automatisch bestimmte Deutschlandtickets. Eine Übersicht der Neuerungen.
Die Änderungen im Mai 2024 umfassen:
Im Mai steigt die Ticketsteuer für Flüge ab Deutschland um bis zu 22 Prozent. Zahlen müssen die Fluggesellschaften – doch sie können die höheren Steuern an die Passagiere weitergeben. Branchenkenner rechnen deshalb damit, dass die Ticketpreise für Flugreisende ab Mai steigen werden.
Die höhere Ticketsteuer soll dabei helfen, das Haushaltsloch des Bundes zu schließen. Ab Mai gelten folgende Beträge:
Rund 1,3 Millionen Beschäftigte in der Pflege bekommen ab dem 1. Mai mehr Geld. Der Mindestlohn steigt für ungelernte Kräfte von 14,15 Euro auf 15,50 Euro, für qualifizierte Pflegehilfskräfte von 15,25 Euro auf 16,50 Euro und für Pflegefachkräfte von 18,25 auf 19,50 Euro pro Stunde.
Autohändler müssen bei Neuwagen ab Mai direkt am ausgestellten Fahrzeug im Autohaus und bei Online-Angeboten die Verbrauchs- und Emissionsangaben mit einem neuen Label anzeigen. Auch die möglichen CO₂-Kosten über zehn Jahre müssen ausgewiesen werden. Ebenfalls neu: Bei der CO₂-Farbskala – von A und grün bis rot und G – spielt das Gewicht der Autos keine Rolle mehr.
Voraussichtlich ab Mai sollen Autofahrer neue Dieselkraftstoffe tanken können. Sie bestehen zu 100 Prozent aus Altspeiseöl, das in der Gastronomie aufgefangen, anschließend aufbereitet und an die Tankstellen geliefert wird. Das soll beim Erreichen der Klimaziele der Bundesregierung helfen.
Der Bio-Diesel bietet identische Leistung, kostet aber voraussichtlich mehr. Wann die sogenannten paraffinischen Dieselkraftstoffe an die Tankstellen kommen, ist noch offen. Autofahrer sollten sich vorab beim Hersteller informieren, ob das eigene Auto neue Kraftstoffe wie XLT, HVO oder B10 verträgt. Teilweise gibt auch der Aufkleber im Tankdeckel Auskunft.
Wer als deutscher Autofahrer in der Schweiz geblitzt worden ist oder einen Strafzettel bekommen hat, konnte das bisher oft aussitzen. Ein neues Abkommen zwischen der Schweiz und Deutschland ändert das ab Mai. Dann werden die Strafen durch die Bundesrepublik Deutschland vollstreckt.
Obacht: Die Bußgelder in der Schweiz sind in der Regel deutlich höher als in Deutschland. Laut dem ADAC kostet eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 20 km/h in der Schweiz ab 180 Euro, in Deutschland ab 60 Euro. Falschparken kostet hierzulande ab 10 Euro, in der Schweiz ab 40 Euro.
Die Deutsche Bahn stellt am 2. Mai die Smartphone-App „DB Streckenagent“ ein. Mit der App konnten sich Bahnreisende unter anderem bei aktuellen Störungen alarmieren lassen. Diese Funktion soll die Bahn-App „DB Navigator“ übernehmen. Außerdem will die Bahn Nutzer des „DB Streckenagenten“ auf die „Regio Guide App“ hinweisen, die als weitere Alternative gelten soll.
Wichtig für Kunden, die ein Deutschlandticket über „DB Streckenagenten“ gekauft haben: Die Bahn kündigt diese Abos automatisch zum 30. April 2024. Verbraucher müssen ein neues Abo über „DB Navigator“ abschließen.
In deutschen Pässen stehen Doktortitel bisher vor dem Nachnamen. Das hat bei Grenzbehörden im Ausland teilweise für Verwirrung gesorgt. Ab dem 1. Mai haben neue Personalausweise und Reisepässe deshalb ein neues Datenfeld für den Titel – auf der Rückseite der Dokumente.
Mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellte oder bearbeitete Inhalte verbreiten sich seit Monaten auch auf den Plattformen des Facebook-Konzerns Meta.
Ab Mai will das Unternehmen KI-Bilder und -Videos auf Facebook, Instagram und Threads mit Warnhinweisen versehen, wenn sie wichtige Themen betreffen, die die Öffentlichkeit verunsichern oder in die Irre führen könnten. Dafür sollen die Inhalte nicht mehr gelöscht werden.
Mit Material von dpa.