Baugebiet geplant Mehrfamilienhäuser in Westerende
Im Herzen von Westerende-Kirchloog soll ein neues Baugebiet entstehen. Nicht nur ein besonderer Baum spielt bei den Plänen eine Rolle.
Ihlow - Ein alter Baum, ein altes Bauernhaus: Im Herzen von Westerende-Kirchloog könnte bald ein neues Baugebiet direkt an dieser Stelle entstehen. An der Einmündung Kirchweg/Düsterweg hat die gemeindeeigene Entwicklungs- und Dienstleistungsgesellschaft (Edi) die ehemals landwirtschaftlich genutzte Fläche gekauft. Nun soll hier in Kürze mit den Planungen für das Baugebiet begonnen werden. Die Politik hat das jüngst in einer Sitzung des Bauausschusses empfohlen, wie Bürgermeister Arno Ulrichs auf Nachfrage bestätigt. Platz soll vor allem für Mehrfamilienhäuser geschaffen werden. Denn die seien laut Ulrichs inzwischen mehr gefragt als Einfamilienhäuser.
Auf 1,2 Hektar Fläche sollen hier mögliche Grundstücke entstehen. Weg vom alten ostfriesischen Stil mit viel Land und großem Garten sollen hier Baumöglichkeiten entstehen, wo die Anwohner nur kleine Flächen oder gar nur die eigene Wohnung zu pflegen haben. Damit diese Ideen in die Tat umgesetzt werden können, muss aber erst einmal die Bürokratie abgearbeitet werden. Ein Bebauungsplan muss aufgestellt werden. Darin wird festgelegt, welche Möglichkeiten für den Haus- beziehungsweise Wohnungsbau vorhanden sind.
Wunsch nach weniger Wohnfläche
Immerhin ein wichtiger Schritt zum Baugebiet ist bereits erledigt: Ein Flächennutzungsplan weist das Gebiet schon als Wohnbaufläche beziehungsweise gemischte Baufläche aus. So kann die Verwaltung nach dem endgültigen Okay aus der Politik gleich den Bebauungsplan aufstellen. Dabei soll ebenfalls ausgearbeitet werden, wie die Grundstücke auf dem 1,2 Hektar großen Stück Land aufgeteilt werden. Auch die Gebäudevarianten werden dann aufgezeigt. Das Ganze soll im beschleunigten Verfahren vonstattengehen. Dann muss die Politik noch einmal ran und über den Entwurf entscheiden. So geht es aus der Beschlussempfehlung der Gemeindeverwaltung hervor, die der Bauausschuss jüngst empfohlen hat.
Mehrfamilienhäuser würden hier ausdrücklich in den Plänen berücksichtigt, weil die Nachfrage danach aktuell hoch sei, so Ulrichs. Entweder wollen oder können sich die Interessenten Einfamilienhäuser mit dem typischen Garten gerade nicht leisten. Oder sie wollen einfach nicht mehr so viel Fläche bewirtschaften. Aber es sollen auch Einfamilienhäuser und Doppelhäuser möglich sein in dem neuen Baugebiet. Da aber 1,2 Hektar Fläche keine besonders üppige Fläche sind, könnte die Gemeinde mit Mehrfamilienhäusern auf wenig Platz viel Raum fürs Wohnen schaffen. Immerhin in Westerende-Kirchloog ist das auch nicht ungewöhnlich. In unmittelbarer Nähe, in der Kornstraße, gibt es bereits Häuser mit mehreren Wohnungen.
Eines steht aber schon fest: Der Baum in der Mitte der Fläche soll erhalten bleiben, so der Bürgermeister. Die Grundstücke würden entsprechend um den „besonderen Baum“ herum zugeschnitten. Auch das Gebäude bleibe noch bestehen.