Vandalismus in Marienhafe  Nach Anschlag mit Farbe und Mehl – Ermittlungen eingestellt

| | 19.04.2024 20:42 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Vor dem Eingang lag Mehl, an den Fenstern haftete Farbe. Foto: privat
Vor dem Eingang lag Mehl, an den Fenstern haftete Farbe. Foto: privat
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Die Polizei verfolgt den Fall von Schmierereien am Hotel Zur Waage in Marienhafe nicht weiter. So reagieren die Betreiber.

Marienhafe/Aurich - Knapp drei Monate nach einem Anschlag mit Farbe, Eiern und Mehl auf das Gebäude des Landgasthofs „Hotel Zur Waage“ in Marienhafe hat die Polizei die Akten in dem Fall geschlossen. Von einer weiteren Verfolgung werde abgesehen, da kein strafrechtlich relevantes Verhalten vorliege, teilte Polizeisprecherin Wiebke Baden auf Anfrage mit.

Wie berichtet, wurde der Anschlag nach Angaben der Hotelbetreiber Gerd und Nando Hecht in der Nacht auf den 29. Januar verübt. Wie Nando Hecht berichtet, wurden ein Bierwagen, Werbeschilder und Fenster ihres historischen Gebäudes im Ortskern von Marienhafe mit weißer Farbe besprüht. Außerdem wurden rohe Eier gegen die Fassade geworfen und Mehl vor dem Haupteingang verstreut. Der Sachschaden sei glücklicherweise gering, sagte Nando Hecht damals. Wegen Frosts in der Tatnacht sei die Farbe mit vergleichsweise wenig Aufwand zu beseitigen gewesen.

Belohnung ausgelobt

Damit begründet jetzt auch die Polizeisprecherin die Einstellung der Ermittlungen. Der Tatbestand der Sachbeschädigung sei nicht erfüllt, heißt es. „Das ist nichts für uns“, sagte sie.

Das Paar Hecht hatte für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, eine Belohnung in Höhe von 700 Euro ausgelobt. Dieses Angebot solle bestehen bleiben, so Hecht. Bisher gebe es keine nützlichen Hinweise. „Irgendwann aber wird das rauskommen“, sagte er.

Ein Bierwagen des Landgasthofs „Hotel Zur Waage“ wurde mit weißer Farbe besprüht. Foto: privat
Ein Bierwagen des Landgasthofs „Hotel Zur Waage“ wurde mit weißer Farbe besprüht. Foto: privat

Nando Hecht zeigte sich nach wie vor getroffen von der beleidigenden Botschaft, die mit den Schmierereien verbunden war. So wurden mit der Farbe unter anderem erigierte Penisse gezeichnet. Nando und Gerd Hecht vermuteten dahinter weniger pubertierendes Gehabe von Scherzbolden, sondern vielmehr eine politische, schwulenfeindliche Botschaft.

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