Einsatz an der Hauptstraße Ehemaliges Hotel in Wiesmoor nach Feuer unbewohnbar
Im ehemaligen Fehn-Hotel in Wiesmoor ist am Sonnabend Feuer ausgebrochen. In dem Gebäude waren Flüchtlinge untergebracht. Fünf Menschen wurden verletzt. Das Gebäude ist einsturzgefährdet.
Wiesmoor - In einem Mehrparteienhaus an der Hauptstraße in Wiesmoor ist am Sonnabend, 13. April 2024, aus noch ungeklärter Ursache Feuer ausgebrochen, vermutlich in einer Wohnung. Nach Polizeiangaben sind fünf Menschen leicht verletzt worden. Sie wurden von der Feuerwehr aus dem brennenden Haus gerettet.
Die Leitstelle in Wittmund meldete gegen 11.30 Uhr den Brand eines Gebäudes. Es handelt sich um das ehemalige Fehn-Hotel. Nach Informationen dieser Zeitung waren in den Wohnungen Flüchtlinge untergebracht. Der Landkreis hatte die Wohnungen angemietet. Das Erdgeschoss und Teile des ersten Stocks wurden zudem als Geschäftsräume genutzt. Das dreistöckige Gebäude sei unbewohnbar und einsturzgefährdet, teilte die Polizei am Sonntag mit. Sie bezifferte die Schadenshöhe auf 800.000 Euro. Große Teile des Obergeschosses und des Dachstuhls wurden zerstört.
Dichter schwarzer Qualm
Augenzeugen berichteten von dichtem schwarzen Qualm, der aus dem Dachgeschoss des Gebäudes quoll. „Die Flammen schlugen meterhoch aus den bereits zerstörten Fenstern heraus“, teilte die Freiwillige Feuerwehr Wiesmoor mit. Das Feuer habe auf den Dachstuhl übergegriffen. „Begünstigt durch eine weitere massive Rauchentwicklung kam es dort schließlich zu einer rasanten Brandausbreitung.“
Nicht abschließend geklärt war zu diesem Zeitpunkt, ob alle Bewohner das Haus verlassen hatten. Es sei nicht klar, wie viele dort tatsächlich wohnen, sagte ein Polizeisprecher. Gemeldet sind 36. „Wir gehen davon aus, dass alle raus sind, aber mit hundertprozentiger Sicherheit sagen können wir es nicht.“ Für die Feuerwehren Wiesmoor und Marcardsmoor habe der Einsatz aus diesem Grund eine besondere Herausforderung dargestellt, teilte die Freiwillige Feuerwehr Wiesmoor mit. Niemand habe sagen können, wie viele Menschen sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs tatsächlich in dem verwinkelten Gebäude aufhielten. Zwischenzeitlich galt gut ein Dutzend Menschen als vermisst.
Atemschutztrupps suchten Vermisste
Etliche Atemschutztrupps wurden eingesetzt, um die Wohnungen nach vermissten Personen abzusuchen. Mittlerweile ist klar, dass außer den fünf Leichtverletzten keine weiteren Opfer zu beklagen sind. Aus dem ausgebrannten Obergeschoss wurden zudem zwei Katzen lebend gerettet. Während der Löscharbeiten blieb die Hauptstraße gesperrt. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Die Stadt Wiesmoor kümmerte sich um die Unterbringung der obdachlos gewordenen Bewohner.
Nach Angaben der Feuerwehr handelt es sich um einen der größten Feuerwehreinsätze in der Geschichte Wiesmoors. Mehr als 180 Kräfte waren im Einsatz. Unterstützung kam von zahlreichen umliegenden Wehren aus den Landkreisen Aurich, Leer und Wittmund.