Fußball-Bezirksliga  Der Umschwung am Ellernfeld

| | 12.04.2024 15:14 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die junge Auricher Mannschaft hat sich erstaunlich schnell gefunden. Sie zeigt ansehnlichen Fußball und punktet regelmäßig. Foto: Wilfried Gronewold
Die junge Auricher Mannschaft hat sich erstaunlich schnell gefunden. Sie zeigt ansehnlichen Fußball und punktet regelmäßig. Foto: Wilfried Gronewold
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Die SpVg Aurich hat mit einer jungen Mannschaft viele Punkte im Abstiegskampf gesammelt – nun kommt es zur Reifeprüfung im Duell mit dem direkten Konkurrenten Strudden.

Aurich - Im Winter hatte es rund um das Ellernfeld noch düster ausgesehen, aussichtslos schien die Situation der SpVg Aurich im Abstiegskampf der Bezirksliga. Mit dem neuen Trainer Claudio Casto und vielen talentierten und hungrigen Neuzugängen kam der Umschwung. Die Auricher punkteten reichlich, der Klassenverbleib ist mittlerweile realistisch und aus eigener Kraft zu packen. „Wenn wir so weiter punkten, werden wir ganz sicher die Klasse halten“, sagt SpVg-Trainer Casto. Kompakter als noch in der Hinrunde und mit mehr Spielwitz: Casto ist zufrieden mit dem schnellen Fortschritt, aber er sieht auch noch viel Potenzial für Verbesserungen. Am Mittwochabend im Stadtderby in Wallinghausen sah Casto sein Team als mindestens ebenbürtig, doch die Jugendlichkeit seiner Mannschaft ist nicht immer ein Vorteil. „Individuelle Fehler haben uns das Genick gebrochen, wir sind in einigen Situationen noch zu grün“, sagt Casto.

„Für uns ist jedes Spiel wichtig. Es geht nur um drei Punkte.“

Am Sonntag steht die SpVg Aurich vor einem wichtigen Spiel gegen einen direkten Konkurrenten. Mit dem TuS Strudden kommt eine „echte Männertruppe“ nach Aurich. „Sie sind körperlich stark und robust, aber es fehlen ihnen in dieser Saison auch die Tore von Jeff Dorn“, sagt Castro. Die Chance ist groß, sich ein Punktepolster auf den Gegner zu schaffen, Casto spielt die Bedeutung der Partie ein wenig herunter. „Für uns ist jedes Spiel wichtig, es geht nur um drei Punkte. Für Strudden ist es aber wohl schon der letzte Strohhalm“, sagt Casto. Die SpVg-Mannschaft, mit einem Durchschnittsalter von 19 Jahren, erhält Verstärkung von einem Routinier. Co-Trainer Milad Faqiryar wird von Anfang an spielen. Nach zwei Kurzeinsätzen sei der ehemalige Spieler von Kickers Emden so weit, die Mannschaft über die volle Distanz zu unterstützen.

Germania Wiesmoor befindet sich, obwohl nur einen Zähler vor der SpVg, nicht in akuter Abstiegsgefahr. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Zimmermann hat sechs Spiele weniger als die Auricher absolviert und auch drei und vier Spiele weniger als die Konkurrenz aus Strudden und Holtland. Bis zum Saisonende im Juni muss Wiesmoor noch 18 Mal antreten, gespielt wird fast im Drei-Tage-Rhythmus. Wie gut, dass Wiesmoor am Mittwoch beim 4:0 gegen Middels schon mal drei wichtige Punkte eingesammelt hat. Vor dem nächsten Heimspiel am Sonntag gegen Pewsum ist das Selbstvertrauen gewachsen. „Ich habe den Jungs gesagt, dass wir gegen jeden Gegner bestehen können. Das Tabellenbild ist noch sehr verzerrt, deswegen war der Sieg auch wichtig für die Köpfe der Spieler“, sagt Zimmermann.

Pewsum ist nur der Auftakt für eine Serie von Heimspielen. Die Partie gegen Middels war die erste auf eigenem Platz seit Oktober. Kein Wunder, dass die Lust der Spieler groß ist. Und Jürgen Zimmermann sieht noch einen weiteren Vorteil im langen Saisonendspurt. Der Kader ist vollzählig, gegen Middels standen dem VfB-Trainer 18 Spieler zur Verfügung. Sein Sohn Jürgen junior steht voll im Saft – und dass nur wenige Monate nach einem Wadenbeinbruch. „Wir haben eben gutes Heilfleisch“, sagt sein Vater.

Der TuS Middels empfängt am Sonntag Borssum und möchte die empfindliche Niederlage in Wiesmoor schnell wieder korrigieren. Wallinghausen möchte die Serie beim Auswärtsspiel in Holtland weiter ausbauen. Der SV Großefehn spielte bereits am Freitagabend beim Tabellenzweiten Germania Leer.

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