Ferienbetreuung Auricher Eltern müssen mehr zahlen
In der Stadt Aurich steigen die Gebühren für die Kinderferienbetreuung im Sommer. Mehr Geld wird auch die Teilnahme am Ferienprogramm kosten.
Aurich - Auf höhere Gebühren müssen sich Auricher Eltern einstellen. Denn sowohl die Preise für die Teilnahme am Sommerferienprogramm als auch die Gebühren für die Kinderferienbetreuung sollen steigen. Das geht aus einer Beschlussvorlage für den Stadtrat hervor, der in der kommenden Woche tagt. Der zuständige Sozialausschuss hat die Änderungen Ende Februar bereits einstimmig abgesegnet.
Zu einer deutlichen Steigerung der Gebühren kann das vor allem beim Sommerferienprogramm führen. Denn bislang galt dort: Inhaber der Ermäßigungskarte zahlten pro Angebot fünf Euro, unabhängig davon, welche Kosten tatsächlich anfielen.
Angebote kosten im Schnitt 20 Euro
In Zukunft soll der ermäßigte Satz 50 Prozent vom normalen Tarif betragen. Das heißt, wenn ein Angebot im Ferienprogramm zum Beispiel 40 Euro kostet, werden im ermäßigten Tarif 20 Euro fällig – und nicht mehr fünf Euro.
In den vergangenen Jahren bewegten sich die Preise für die Angebote des Ferienprogramms zwischen einem Euro für den Besuch der Polizeiinspektion Aurich bis hin zu 80 Euro für ein mehrtägiges Reitabzeichen. Im Durchschnitt, so heißt es in der Beschlussvorlage, kosteten die Angebote des Auricher Ferienprogramms 20 Euro.
Zwei Betreuungsmodelle in den Ferien
Angehoben werden müssen die Gebühren für die ermäßigten Tarife auch, weil Fördergelder gekürzt worden sind. Im vorigen Jahr wurde die Ermäßigung von 52 Kindern bei 150 Veranstaltungen in Anspruch genommen. Die Auricher Stadtverwaltung weist darauf hin, dass finanzschwache Familien weitere Zuschüsse beim Landkreis Aurich aus dem Paket „Bildung und Teilhabe“ beantragen können.
Nicht nur die Preise für das Ferienprogramm, sondern auch die Tarife für die Kinderbetreuung in den Ferien will die Stadt Aurich anheben. Das geht aus einer Beschlussvorlage für den Rat hervor, die ebenfalls bereits vom Sozialausschuss abgesegnet worden ist.
Rabatt ab dem zweiten Kind
Demnach wird es zwei Betreuungsmodelle geben. Im ersten werden Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren montags bis freitags von 8 Uhr bis 13 Uhr betreut. Inklusive Mittagessen sollen Alleinerziehende dafür 35 Euro zahlen, Paare 50 Euro.
Im zweiten Modell gibt es eine ganztägige Betreuung von 8 Uhr bis 16 Uhr inklusive Mittagessen und einem Tagesausflug. Das kostet 55 Euro für Alleinerziehende und 70 Euro für Paare. Der Ausflug kann beim Halbtagsmodell für fünf Euro dazugebucht werden. Ab dem zweiten Kind gibt es einen Nachlass von 20 Prozent.
Bislang mussten Alleinerziehende 40 Euro, Paare 60 Euro für die verlässliche Ferienbetreuung zahlen. Der Landkreis Aurich hat allerdings seine Zuschüsse um 50 Prozent gekürzt, so dass die Stadt nun mehr von den Eltern nehmen muss.
Die neuen Betreuungsmodelle werden laut Vorlage eingeführt, weil sich gezeigt habe, dass der überwiegende Teil (106 von 136 Kindern) vorzeitig im Jugendzentrum abgeholt wird. Mit dem Halbtagsangebot können Betreuer nun effizienter eingesetzt werden, so die Hoffnung.
Die Verwaltung verweist darauf, dass die Nachbargemeinden Ihlow, Großefehn und Wiesmoor Betreuung nur bis höchstens 13.30 Uhr anböten und dafür auch 50 Euro nehmen würden.