Berlin  Achtung, Betrugsmasche: Darauf sollten Sie beim Traktor-Kauf achten

Karolin Nemitz
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Von Karolin Nemitz
| 26.03.2024 09:58 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Betrüger inserieren derzeit häufig gefälschte Angebote für Traktoren. Foto: IMAGO/IPA/ABACA
Betrüger inserieren derzeit häufig gefälschte Angebote für Traktoren. Foto: IMAGO/IPA/ABACA
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Auf Kleinanzeigenportalen und speziellen Fahrzeugplattformen sind momentan vermehrt Betrüger unterwegs, die mit günstigen Angeboten für landwirtschaftliche Maschinen locken. So können sich potenzielle Opfer davor schützen.

Landwirtschaftliche Online-Plattformen und Anzeigenportale sind häufig die ersten Anlaufstelle, wenn es darum geht, einen Traktor zu kaufen. Dort tummeln sich neben seriösen Anbietern allerdings auch Betrüger, die ihre Kunden mit günstigen Angeboten locken. Für Interessenten ist die Betrugsmasche dabei nicht immer sofort erkennbar.

Die Täter geben sich bei den Interessenten als Mitarbeiter von einem echten bestehenden Unternehmen aus dem Ausland aus. Bei den betroffenen Firmen handelt es sich meist um Landwirtschaftsbetriebe oder Autohändler, die keine eigene Homepage haben.

Manche Betrüger nutzen dies, um eine eigene Website mit den Informationen der Firma zu erstellen – fügen dann aber ihre eigenen Kontodaten hinzu. Andere Täter schicken den Interessenten keinen Link zu einer Website mit und teilen mit, dass aktuell keine Homepage vorhanden ist.

Interessenten sollten darauf achten, wie lange die Website schon besteht, da ein neues Datum auf einen Betrug hinweisen kann.

Das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland (EVZ) empfiehlt, den Kaufvertrag und Schriftverkehr zunächst auf auffällige Rechtschreib- und Grammatikfehler zu überprüfen. Außerdem enthält die Internetseite des vermeintlichen Unternehmens meist kein Impressum.

Die angebotenen Landmaschinen können meist vorher nicht angeschaut werden, da sich der Eigentümer und/oder das Fahrzeug im Ausland befinden. Fahrzeugschein, Steuernummer und Kopie des Personalausweises werden aber anstandslos zugesendet – diese sind jedoch auch gefälscht. Damit die Interessenten den angeblichen Verkäufern noch mehr vertrauen, wird mit einer Probezeit und einer Geld-zurück-Garantie geworben.

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Bei der Betrugsmasche fordern die Kriminellen zudem eine Anzahlung für den Transport der Spedition. Die Bezahlung soll per Überweisung stattfinden. Anschließend soll der Restbetrag bezahlt werden, wenn das Fahrzeug zugestellt wird – was jedoch nie passiert. Entsprechend weist die EVZ darauf hin, dass die geforderten Geldbeträge niemals gezahlt werden sollten.

Wenn Sie einen Betrug vermuten oder sogar betrogen wurden, sollten Sie sich bei der Polizei und dem Anzeigenportal melden. Laut dem EVD bestehe allerdings kaum eine Chance, das Geld zurückzubekommen.

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