Bremen Klimaaktivisten legen in Bremen stundenlang Kreuzung lahm
In Bremen gehen an diesem Wochenende mehrere Demonstrationen und Protestaktionen über die Bühne. Bereits am Samstagmittag haben Klimaaktivisten für erhebliche Behinderungen in der Bremer Innenstadt gesorgt.
Eine Demonstration von Klimaaktivisten der „Letzten Generation“ hat am Samstagmittag und -nachmittag in der Bremer Innenstadt zu Verkehrsbehinderungen geführt. Wie die Polizei berichtet, blockierten knapp 100 Teilnehmer bei der von den Aktivisten selbst so betitelten „ungehorsamen Versammlung“ den Kreuzungsbereich Herdentor/Am Wall. Die Polizei sicherte zunächst die Versammlung und leitete den Verkehr ab.
Die Demonstranten wurden den weiteren Angaben zufolge mehrfach aufgefordert, die Kreuzung zu räumen. Einen von der Polizei alternativ angebotenen Versammlungsort in den Wallanlagen wenige Meter weiter schlugen die Klimaaktivisten aus. Rund 30 verbliebene Personen kamen den Aufforderungen zur Räumung der Kreuzung nicht nach, Einsatzkräfte trugen sie daraufhin von der Straße. Die Personalien wurden festgestellt und Verstöße gegen das Versammlungsgesetz protokolliert.
Einige Protestler gaben sich noch nicht geschlagen und suchten trotz Platzverweis wieder denselben Kreuzungsbereich auf, wie die Polizei weiter berichtet. Die Beamten nahmen sie vorübergehend in Gewahrsam. Anschließend konnte der Verkehr wieder rollen.
Ohne größere Störungen verliefen hingegen laut Mitteilung der Polizei zwei weitere Versammlungen, die im Vorfeld für den Samstag in Bremen angekündigt waren. So war für die Zeit von 12 bis 16 Uhr ein Aufzug unter dem Motto „Tag der politischen Gefangenen“ geplant, er sollte mit etwa 200 Teilnehmern von der Domsheide bis zum Mecklenburger Platz gehen. Nach Angaben der Polizei marschierten 160 Teilnehmer mit, der Aufzug endete bereits um 14 Uhr am Ziegenmarkt.
Ferner hatte die Palästinensische Gemeinschaft für den Nachmittag eine am Marktplatz mit 350 bis 500 Teilnehmern angemeldet. Hieran nahmen laut Polizei bis 14.30 Uhr rund 150 Personen teil.
Mit starken Verkehrsbehinderungen und Straßensperrungen ist im Zuge der für morgen, Sonntag, 17. März, angekündigten Großdemonstration unter dem Motto „Laut gegen rechts“ zu rechnen. Es werden 10.000 Teilnehmer erwartet. Geplant ist von 12 bis 16 Uhr ein Aufzug vom Parkplatz Weserstadion über den Osterdeich, Sielwall, Ostertorsteinweg, Goetheplatz, Am Wall, Ostertorstraße, Domsheide und Am Dom bis zum Domshof. Insbesondere wird die Polizei rund um den Domshof Nebenstraßen als Rettungswege freihalten.