Pläne am Adeweg Baustart für neue Feuerwehr in Osteel
In Osteel laufen die Arbeiten für den Bau des ersten von drei neuen Feuerwehrgerätehäusern. Der Weg dahin war lang und auch von Kritik geprägt.
Osteel - In eine neue Phase tritt die Reform der Feuerwehr im Brookmerland: Am Adeweg in Osteel haben Vorbereitungen für den Bau des ersten von geplanten drei neuen Feuerwehrgerätehäusern in der Samtgemeinde Brookmerland begonnen. Auch wurde dort ein Bauschild errichtet, das auf das Vorhaben hinweist. Damit hat die Umsetzung der Pläne nach jahrelangem Vorlauf endlich begonnen.
Zur Erinnerung: Im November 2022 hatte der Osteeler Gemeinderat den Weg für den Bau des Feuerwehrgerätehauses freigemacht. Mit breiter Mehrheit, aber nicht einstimmig stimmte der Rat der dafür notwendigen Änderung des Bebauungsplan Nummer 0308 zu. Sie umfasst den Teil des Sportplatzes am Adeweg, auf dem bis dahin eine Kindertagesstätte geplant war und nun das Feuerwehrgebäude entstehen soll.
Kritik vom Altbürgermeister
Kritik kam seinerzeit überraschend aus Richtung der SPD-Fraktion im Rat. „Diesen Standort halten wir für bedenklich“, sagte Osteels Altbürgermeister Burkhard Heuer und verwies zur Begründung auf die direkte Nachbarschaft zu Grundschule und Kindergarten. Die zu erwartende Verkehrssituation sei bisher nicht ausreichend bedacht worden, kritisierte Heuer, der sich bei der Abstimmung über die Planänderung gemeinsam mit seinem Fraktionskollegen Gerhard Gummels enthielt. Bei Einsatzfahrten der Feuerwehr könnte es zu einer Gefährdung von Kindern kommen, befürchtete Heuer.
BfB-Ratsherr Gretus Schoolmann zeigte Verständnis für die Bedenken der SPD, warnte aber davor, „alles wieder infrage zu stellen“. Wichtig aber sei auch, dass die Feuerwehr ein Heim bekomme, das funktioniere. „Wir müssen endlich in Gang kommen“, so Schoolmann damals.
Das ist man inzwischen. Im Oktober vergangenen Jahres bat die Samtgemeinde um Angebote für erste Leistungen. Die umfangreichste Ausschreibung war jene der Bauhauptarbeiten, zu denen unter anderem 350 Quadratmeter Verblendmauerwerk gehören. Ausgeschrieben wurden auch Sanitärarbeiten, darunter die Verlegung von 200 Meter Grund- und Abwasserleitungen, die Einrichtung von vier Duschanlagen und einer freistehenden Stiefelwaschanlage und eben jene Erdarbeiten, mit denen jetzt begonnen worden ist. Unter anderem müssen 3100 Kubikmeter Boden abgetragen werden. Später folgen die ebenfalls jetzt ausgeschriebenen Heizungsarbeiten, darunter Installation einer 22-KW-Wärmepumpe und 460 Quadratmeter Fußbodenheizung, sowie Blitzschutzarbeiten.
Ausschreibungen und Vergaben
Die Grundfläche des neuen Feuerwehrhauses beträgt laut Ausschreibung 760 Quadratmeter. Die Baukosten wurden bisher mit rund 1,8 Millionen Euro beziffert.
Mit den Bauhauptarbeiten für das neue Feuerwehrgebäude wurde im November eine Firma aus Osteel beauftragt. Der Wert des Auftrags wurde damals mit 284.492 Euro beziffert.
Mit der Installation von Blitzschutzarbeiten am neuen Feuerwehrhaus wurde eine Oldenburger Firma beauftragt, die sich nach Ausschreibung gegen einen Konkurrenten durchsetzte und für ihre Leistungen 10.608 Euro kassieren darf.
Der Zuschlag für die Heizungsarbeiten ging an eine Firma aus Großefehn. Der Auftragswert liegt bei 164.757 Euro. Ebenfalls an eine Firma in Großefehn ging der Auftrag für Sanitärarbeiten, die der Samtgemeinde dafür 110.119 Euro in Rechnung stellen wird.
Der Auftrag für die Erdarbeiten (Wert: rund 95.000 Euro) gehe an eine Firma aus Aurich, hieß es damals. Das hat sich zwischenzeitlich offenbar geändert. Die Erdarbeiten erledigen derzeit Mitarbeiter der Rechtsupweger Firma Adena, wie deren Inhaber Stefan Adena auf Anfrage bestätigte.
Unterdessen hat die Verwaltung weitere Arbeiten ausgeschrieben. Unter anderem können Firmen ihre Angebote einreichen für die Lieferung mobiler Trennwände, die Lieferung von Tür- und Fensterelementen, Dach- und Fassadenbleche, Sektionaltore, Elektro- und Lüftungstechnik.