Boßel-Landesliga Entscheidung im Meisterrennen – Pfalzdorf feiert Jubiläumstitel
Die Landesliga-Boßler gewinnen die 25. Meisterschaft in der Vereinshistorie. Weshalb ein Auricher Team auf jeden Fall absteigt.
Aurich - Sie haben es wieder geschafft: Die Landesliga-Boßler aus Pfalzdorf sicherten sich nach dem knappen Heimerfolg gegen Willmsfeld den vierten Landesmeistertitel in Folge, gleichbedeutend mit der 25. Meisterschaft in der Vereinshistorie. Schirumer Leegmoor hat nach einem fulminanten Heimsieg gegen Westeraccum den dritten Platz und damit die Qualifikation für die FKV-Meisterschaft in der Tasche.
Der Abstiegskampf bleibt dramatisch. Rahe gewann mit 19 Wurf gegen Südarle und hat den Klassenverbleib am letzten Spieltag in der eigenen Hand. Dietrichsfeld verlor knapp in Reepsholt und muss nun auf ein Wunder am Sonntag hoffen. Burhafe ist nach dem Auswärtssieg in Stedesdorf von den drei anderen Teams nicht mehr einzuholen.
Pfalzdorf - Willmsfeld 5:1
3,003/0,014/2,007/-1,084
Nach zwei Dritteln der Strecke sah Pfalzdorfs Mannschaftsführer Mathias Cremer seine Felle bereits davon schwimmen. Die abstiegsbedrohten Gäste führten mit vier bis fünf Würfen und standen vor einer Sensation. „Im Dorf haben wir den Wettkampf dann umgebogen“, atmete Cremer tief durch. Nur Reepsholt war in Pfalzdorf in dieser Saison besser gewesen, gut für den alten und neuen Meister, dass die Würfe im letzten Wettkampfdrittel dann saßen. „Der Gegner war richtig gut“, so Cremer. Im Anschluss feierten die Pfalzdorfer ihre Titelverteidigung schon einmal vor, wie Cremer erzählte.
Rahe - Südarle 17:0
0,001/2,136/8,079/6,068
Ein Streckenrekord zum richtigen Zeitpunkt: Ostfrisia Rahe hat den so wichtigen Heimwettkampf gegen Südarle gewonnen und im Abstiegskampf das Wurfverhältnis gewaltig aufgebessert. „Wir haben nur 178 Würfe für die Strecke benötigt. Somit haben wir den bisherigen Rekord um vier Würfe verbessert“, freute sich Mannschaftsführer Max Wilts. Alleine die beiden Rahester Gummigruppen steuerten 14 Würfe zum zweistelligen Erfolg bei. „Das war wohl die beste Leistung seit Jahren“, so Wilts. Nun kommt es am Sonntag zum großen Finale beim direkten Konkurrenten Willmsfeld. Ein Sieg muss her, bei einem Unentschieden könnte Dietrichsfeld bei einem eigenen Erfolg noch vorbeiziehen. Fest steht: Wegen des direkten Duells wird mindestens eine Auricher Mannschaft aus der Landesliga absteigen.
Schirumer Leegmoor - Westeraccum 19:0
5,020/2,055/7,084/4,138
Die Leegmoorer Friesensportler zeigten im letzten Heimwettkampf, was in ihnen steckt. „180 Würfe waren eindeutig Saisonbestleistung“, freute sich Mannschaftsführer Jannes Koch. Die erste Gummigruppe warf eine 10,2-Runde, die zweite Holzgruppe verteidigte den Spitzenplatz in der Gruppenrangliste. Mit dem Heimerfolg hat sich Schirumer Leegmoor die Qualifikation für die FKV-Meisterschaft gesichert. „Da wollen wir dann mal besser abschneiden als Platz fünf“, sagt Mannschaftsführer Koch.
Reepsholt - Dietrichsfeld 6:4
-2,133/2,058/-1,068/4,049
War es das für Dietrichsfeld? Obwohl die Auricher eine sehr gute Leistung in Reepsholt ablieferten und zeitweise schon mit fünf Würfen vorne lagen, stand die Mannschaft um Teamkapitän Matthias Niendieker am Ende wieder mit leeren Händen da. Die Nachrichten von den anderen Wettkämpfen trugen dann zur trüben Stimmung bei. „Das waren echt üble Ergebnisse für uns“, so Niendieker. Die Gäste aus Dietrichsfeld belohnten sich nicht für ihre Darbietung. Zur Hälfte lagen wir auf Siegkurs, zum Ende hin hat Reepsholt dann jeden Fehler von uns gnadenlos ausgenutzt. Da war für uns wesentlich mehr drin. Jetzt heißt es Vollgas am letzten Spieltag“, so Niendieker.