Hamburg Ikonische Torgesten: Fußball-Klubs gedenken des „Dragon Ball“-Erfinders
Nicht nur Manga- und Anime-Fans traf der Tod des in der Szene legendären Zeichners Akira Toriyama schwer. Auch viele Fußballer hatten eine Verbindung mit seinem bekanntesten Werk „Dragon Ball“. Mit ihren Torgesten ehrten sie nachträglich sein Schaffen.
Die Meldung verbreitete sich am Freitag wie ein Lauffeuer: Akira Toriyama, der Erfinder der erfolgreichen Mangaserie „Dragon Ball“, ist im Alter von 68 Jahren gestorben. Toriyama sei am 1. März einem Blutgerinnsel im Hirn erlegen, hieß es am Freitag in einem Beitrag auf dem offiziellen „Dragon Ball“-Profil im Onlinedienst X. Für Fans aus der Szene war das ein großer Schock.
Welchen Einfluss Toriyama mit seinem Werk hatte, zeigt sich nun durch die vielen Reaktionen aus den unterschiedlichsten Branchen. Viele Erwachsene sind mit „Dragon Ball“ und dessen Nachfolgern in den 80er- und 90er-Jahren groß geworden. So auch einige Fußballer, die sich für ihre Torgesten an den ikonischen Posen von Hauptcharakter Son Goku und den anderen Figuren orientierten. Anlässlich des Todes von Toriyama haben viele Klubs diese noch einmal online zur Schau gestellt.
Einer der Klubs war Borussia Dortmund. Am Freitagnachmittag postete der Verein auf der Plattform X (vormals Twitter) gleich zwei Fotos, die an das Schaffen des Japaners erinnern sollten.
Das erste Foto zeigt eine Szene aus dem Jahr 2019, als Achraf Hakimi und Marco Reus mit der Handbewegung zu einem „Kamehameha“ – einer der ikonischen Angriffe aus der Serie – ihr Tor bejubelten. Dazu schrieb der Verein: „Danke für alles, Akira Toriyama. Dein Vermächtnis lebt weiter.“
Das zweite Bild zeigt Youssoufa Moukoko, der zwei seiner Finger an die Stirn legt. Auch das gehört zu „Dragon Ball“ – in der Serie ist das das Anzeichen dafür, dass Hauptcharakter Son Goku eine Teleportation vollzieht.
Ein weiteres Bild steuerte Juventus Turin bei. Es zeigt Dusan Vlahovic und Federico Gatti im vergangenen Jahr, als sie in einer außergewöhnlichen Pose ihre Fingerspitzen berühren. In der Mangaserie wird die sogenannte „Fusionspose“ genutzt, um zwei Figuren vorübergehend miteinander zu verschmelzen.
Die „Fusionspose“ ist offenbar bei vielen Spielern beliebt. Der portugiesische und der spanische Account der Fifa-Weltmeisterschaft sowie der französische Account des türkischen Klubs Besiktas Istanbul haben jeweils ein ähnliches Bild gepostet:
Auch der aktuelle Bundesliga-Tabellenführer Bayer Leverkusen hat in Erinnerung an Toriyama ein Foto gepostet. Das zeigt allerdings keine Pose eines echten Fußballspielers, sondern stattdessen eine Zeichnung eines Leverkusen-Spielers im „Dragon Ball“-Stil:
Auch am Wochenende war eine der „Dragon Ball“-Gesten auf dem Spielfeld zu sehen. In der 2. Liga schoss Marcel Hartel vom FC St. Pauli das 2:0 gegen Hertha BSC und hielt Verfolger Holstein Kiel damit weiter auf Abstand. Das feierte der 28-Jährige ebenfalls mit der oben genannten Teleportations-Pose.
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