Badesee Tannenhausen Umfrage – ist ein Eintrittsgeld gerechtfertigt?
Der Badesee Tannenhausen ohne Tretboote, Wasserrutsche und Gratis-Duschen – oder ein größeres Angebot, das kostenpflichtig ist? Wie würden Auricher Bürger sich entscheiden?
Aurich - Eintrittsgeld, Geld für die Umkleide, höhere Parkgebühren: Ideen, wie Einnahmen am Badesee Tannenhausen erzielt werden können, kursieren in Politik und Verwaltung derzeit viele. Fest steht bisher nur: Wenn die Stadt den Badesee zur Badestelle herabstuft, wird einiges an Angeboten gestrichen. Was halten die Auricher von der Diskussion um den Badesee? Wären sie auch bereit, Eintritt zu zahlen oder Angebote wie Duschen gegen ein Entgelt zu nutzen? Die ON hat am Freitagvormittag einige Auricher in der Innenstadt dazu befragt. Hier eine Auswahl der Antworten.
Oksana Gryb, 36 Jahre, Aurich: Ich finde den Badesee Tannenhausen sehr schön. Ich war im Sommer oft mit dem Fahrrad da. Deswegen würden mich höhere Parkgebühren nicht betreffen. Aber ein Eintrittsgeld fände ich weniger gut. Es ist ja auch ein öffentliches Gelände. Würde jetzt Eintritt verlangt werden, würde ich nur noch ab und zu dorthin gehen.
Katharina Hellbusch, 31 Jahre, Aurich: Grundsätzlich ist ein Eintrittsgeld keine schlechte Idee. Es kommt darauf an, wie teuer es dann ist. Im Endeffekt müsste es sich jeder leisten können. Fünf Euro etwa fände ich schon zu viel, um dann im Sommer vielleicht nur zwei Stunden dort zu sein. Denkbar wäre auch, Eintritt zu zahlen und dann einen Verzehrgutschein für das Café oder die Strandbar zu erhalten. Wenn von dem Obolus das Gelände sauber gehalten wird, der Spielplatz gepflegt und vielleicht ausgebaut wird, ist das in Ordnung. Wichtig ist auf jeden Fall, dass der Badesee in seiner jetzigen Form erhalten bleibt. Es gibt ja sonst kaum etwas in Aurich.
Martin Mannott, 66 Jahre, Aurich: Der Badesee war früher unser Zuhause, als wir jung waren. Jetzt fahre ich oft mit dem Fahrrad hin, um etwa einen Cappuccino bei Kanzler zu trinken. Wenn Eintritt erhoben würde, würde ich dann nicht auch noch Eintritt zahlen, um im Café etwas zu trinken. Sicher hätten die Betreiber am See dann auch Einbußen.
Rosemarie Legendre, 82 Jahre alt, Aurich: Ich finde die Idee an sich nicht schlecht. Aber es gibt auch Probleme, die man bedenken muss. Es ist ein Riesen-Gelände und es müsste dann teils eingezäunt werden. Aber wie will man es sonst machen? Schade ist bei alldem, dass die Stadt alle Dinge, die für die Bevölkerung und auch für Urlauber relevant und gut sind, abschafft, weil sie es nicht betreiben kann.
Auch Auricher, die nicht mit Namen oder Foto in die Zeitung wollten, haben sich geäußert. Eine junge Auricherin spricht davon, dass sie definitiv weniger zum Badesee fahren würde, wenn es Eintrittsgeld kosten würde. Es sei eigentlich cool dort wegen der Wakeboard-Anlage und insgesamt
Es sind also noch einige Fragen offen, die die Politiker jetzt klären müssen.