Freiburg  Wärmepumpe im Altbau: Fraunhofer-Test zeigt, wie effizient sie wirklich ist

Eva Dorothée Schmid
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Von Eva Dorothée Schmid
| 07.03.2024 18:30 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Wie effizient Wärmepumpen in Bestandsgebäuden funktionieren, hat das Fraunhofer-Institut getestet. Foto: dpa/Daniel Reinhardt
Wie effizient Wärmepumpen in Bestandsgebäuden funktionieren, hat das Fraunhofer-Institut getestet. Foto: dpa/Daniel Reinhardt
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Wärmepumpen haben es immer noch schwer in Deutschland. Gerade in Bestandsgebäuden wird angezweifelt, ob sie sich wirklich lohnen. Das Fraunhofer-Institut hat nun die Ergebnisse eines Feldtests veröffentlicht. Er zeigt, wie gut Wärmepumpen im Altbau wirklich sind.

Kann eine Wärmepumpe in einem Altbau überhaupt funktionieren, oder verursacht sie da extrem hohe Stromkosten? Das fragen sich viele Besitzer eines Altbaus, die sich Gedanken über eine klimafreundlichere Heizung machen. Auch das Fraunhofer-Institut in Freiburg geht seit 2019 dieser Frage nach.

Noch bis Ende 2024 werden im Wärmepumpen-Feldtest rund 75 Wärmepumpen in Einfamilienhäusern der Baujahre 1826 bis 2001 messtechnisch untersucht. Die meisten davon wurden im Jahr 2020 installiert.

Erste Zwischenergebnisse zur Effizienz liegen nun aus der einjährigen Messperiode von September 2022 bis August 2023 vor. Diese zeigen: Die 22 ausgewerteten Außenluft-Wärmepumpen erreichen eine mittlere Jahresarbeitszahl von 3,3 bei einer Bandbreite von 2,4 bis 4.

Die mit Erdwärme betriebenen Wärmepumpen sind noch effizienter: Sie erreichen eine Jahresarbeitszahl von 3,6 bis 5,2.

Das heißt: Wärmepumpen funktionieren auch in älteren Bestandsgebäuden effizient – und sie sparen Treibhausemissionen ein.

Vergleicht man die Wärmepumpen mit einem Gaskessel, dann sparen sie je nach JAZ zwischen 18 und 62 Prozent der Treibhausemissionen ein. Im Jahr 2030, was etwa dem Zeitpunkt der mittleren Nutzungsdauer entspricht, werden die Einsparungen zwischen 58 und 89 Prozent liegen, je nachdem welcher Anteil erneuerbarer Energien im Strommix dann erreicht ist. Damit einher geht natürlich auch eine Kostenersparnis, denn die CO2-Besteuerung wird künftig immer höher werden.

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