Berlin  Bahnstreik im Norden: Das sind die Alternativen zu ausgefallenen Zügen

Maximilian Matthies
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Von Maximilian Matthies
| 05.03.2024 14:30 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Während des Bahnstreiks der GDL müssen sich Reisende nach Alternativen umschauen. Unser Überblick zeigt, welche Möglichkeiten es gibt. Foto: dpa/Bodo Marks
Während des Bahnstreiks der GDL müssen sich Reisende nach Alternativen umschauen. Unser Überblick zeigt, welche Möglichkeiten es gibt. Foto: dpa/Bodo Marks
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Millionen Reisende in Deutschland sind erneut vom Streik der Lokführergewerkschaft GDL bei der Deutschen Bahn betroffen. Zahlreiche Zugverbindungen sind gestrichen – was die Alternativen sind.

Die Gewerkschaft GDL kündigte am Montag neue Streiks bei der Deutschen Bahn ab Mittwochabend um 18 Uhr an – dann sollen sie im Güterverkehr beginnen. Im Personenverkehr soll der Arbeitskampf am Donnerstagmorgen um 2 Uhr starten. Dieser erste Streik soll 35 Stunden dauern.

Darauf sollen „Wellenstreiks“ folgen, wie GDL-Chef Claus Weselsky sagte. Arbeitskämpfe bei den Betrieben der Deutschen Bahn seien dann jederzeit und ohne Vorwarnung möglich. Bisherige Streiks hatte die GDL stets 48 Stunden im Voraus angekündigt. „Damit ist die Eisenbahn kein zuverlässiges Verkehrsmittel mehr“, sagte Weselsky. Über die aktuellen Einschränkungen durch den Streik informiert die Deutsche Bahn auf ihrer Webseite.

Deutsche Bahn zum GDL-Streik:

Können Reisende trotz Bahnstreik, ihr Ziel erreichen? Zu gestrichenen Zügen gibt es Alternativen. Worauf Pendler und andere Bahnfahrer umsteigen könnten.

Welche Züge während des Bahnstreiks noch fahren, verrät die Live-Auskunft auf der Webseite der Deutschen Bahn. Auch in der App „DB Navigator“ für alle gängigen Smartphones erhalten Reisende Informationen.

Unter Pendlern gilt noch eine weitere App als Geheimtipp: Die „BahnApp“, verfügbar im Google Play Store und Apple Store, übertrumpft den „DB Navigator“ bei den Bewertungen im Google Play Store deutlich. Nutzer bekommen dieselben Daten angezeigt, allerdings sind diese akkurater und übersichtlicher dargestellt. Mithilfe eines Streikfilters ist genau ersichtlich, welche Züge noch fahren.

Ein weiterer Tipp für Bahnreisende, die vom Streik betroffen sind: Die Webseite Omio bietet eine umfangreiche Übersicht über Angebote bei der Deutschen Bahn, Flixbus, Flixtrain, Blablacar und Flugverbindungen, um von A nach B zu kommen. Auch eine App von Omio ist verfügbar.

Eine Alternative für Bahnreisende, die während des Streiks längere Strecken zwischen größeren Städten zurücklegen müssen, kann der Umstieg aufs Flugzeug sein. Einen Überblick über das Flugangebot verschafft Google Flights.

Allerdings wird dieses Mal zeitgleich auch bei der Lufthansa gestreikt. An beiden von der Gewerkschaft Verdi anvisierten Streiktagen Donnerstag und Freitag sind nach Einschätzung des Lufthansa-Konzerns rund 200.000 Passagiere betroffen. Das deutet darauf hin, dass wie bei zwei vorhergegangenen Streikwellen erneut rund 1000 Flüge pro Tag ausfallen und nur ein rundes Zehntel des ursprünglichen Angebots geflogen werden kann.

Nicht betroffen vom GDL-Streik bei der Deutschen Bahn ist das Angebot von Flixbus und Flixtrain, wie der Anbieter auf seiner Webseite mitteilt. Ab dem 7. März seien auf den meisten Strecken noch Tickets verfügbar.

Am Dienstagvormittag konnten etwa noch Fahrten von Osnabrück nach Hamburg gebucht werden. Auch für die Strecke von Flensburg nach Hamburg waren noch Tickets verfügbar. Von Wismar in Mecklenburg-Vorpommern nach Hamburg hingegen war das Kontingent erschöpft. Aus Richtung Hamburg nach Wismar waren für Freitagnachmittag noch wenige Tickets verfügbar.

Während des Bahnstreiks sind in Niedersachsen weiterhin Fahrten beim regionalen Anbieter Metronom möglich. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben nicht vom Streik betroffen. Die gelb-blauen Züge verkehren etwa zwischen Hamburg und Hannover, Hamburg und Bremen, Hannover und Göttingen und auf der Strecken von Hannover Richtung Wolfsburg, Braunschweig und Hildesheim.

Die NordWestBahn ist ebenfalls nicht vom GDL-Streik betroffen. Allerdings könnte es Auswirkungen auf den Betrieb im gesamten Netz geben, warnt der Anbieter. Einschränkungen wie (Teil-)Ausfälle und Verspätungen seien möglich. Fahrgäste sollten sich vor Fahrtantritt auf der Webseite, im Fahrplaner und im Westfalenfahrplan informieren.

Abseits von Bahn, Bus und Flugzeug bieten sich noch Mitfahrgelegenheiten als Alternative an. Als Anbieter kommen etwa Blablacar, MiFaZe oder Drive2Day infrage, über die Fahrten gebucht werden können. Auch über die Webseite „Fahrgemeinschaft.de“ sind Angebote einsehbar. Fündig werden Pendler und Reisende auch beim ADAC, der über eine Kooperation mit dem App-Betreiber Twogo Fahrten vermittelt.

Mit Material von afp

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