Immobilienverkauf Energieversorger gibt Standort in Marienhafe auf
EWE Netz will Brookmerlander Betriebsstätte verkaufen. Warum die nicht mehr benötigt wird.
Brookmerland - Seine Zelte in Marienhafe bricht der Energieversorger EWE ab. Die Betriebsstätte an der Kreuzung Bundesstraße, Osterupganter Straße wird nicht mehr benötigt und die unternehmenseigene Immobilie daher im Internet zum Kauf angeboten. Das bestätigte der Sprecher von EWE Netz, Dietmar Bücker, auf Anfrage.
350.000 Euro soll das Bürogebäude mit Werkstattflächen und Garagen einbringen. Die Nutzfläche beträgt laut Exposé rund 302 Quadratmeter. Die Größe der Bürofläche wird mit 173 Quadratmeter angegeben. Zu dem Gebäude gehört ein 3451 Quadratmeter großes Grundstück. Die aus dem Jahr 1983 stammende Immobilie weise keine großen erkennbaren Mängel auf. Die Garagen wurden 1992 errichtet. Die unbebauten Flächen des Grundstücks sind gepflastert und werden als Park- und Lagerflächen genutzt.
Bedarf wird ständig geprüft
Laut ihrem Sprecher trennt sich die EWE von dem Objekt, weil es nicht mehr benötigt wird. Der tatsächliche Bedarf an Immobilien werde gerade mit Blick auf das Thema Klimaneutralität und betriebliche Notwendigkeiten stetig untersucht, teilte Bücker mit. „Seit der Pandemie haben sich unsere Arbeitsweisen grundlegend verändert“, begründet der Sprecher. So starten Monteure heutzutage in der Regel von zuhause in die Fläche, ohne vorab eine EWE-Niederlassung aufzusuchen. Möglich sei das durch moderne mobile Endgeräte und digitale Prozesse. Diese Entwicklung mache weniger Immobilien notwendig, erklärt Bücker.
Die Aufgabe von Standorten wie dem in Marienhafe und von Mitarbeitern in der Fläche sei die Sicherstellung eines sicheren Netzbetriebs in den zugeordneten Gemeinden. Dazu gehört laut Bücker unter anderem auch der Bereitschaftsdienst für die Versorgungssparten Gas und Strom. Auch nach der Schließung der EWE-Betriebsstätte in Marienhafe und dem Verkauf der Immobilie werde die Zahl der Mitarbeiter unverändert bleiben, versichert der Unternehmenssprecher.
Ära geht zu Ende
Alle Mitarbeiter blieben in der Region wohnhaft und stellten den Netzbetrieb „mit gleicher Qualität, aber noch effizienter sicher“, heißt es. Die Schließung und den Verkauf weiterer Betriebsstellen schließt Bücker angesichts der beschriebenen Entwicklung nicht aus. Konkrete Beispiele nannte der Sprecher aber nicht.
Ab wann das Marienhafer EWE-Gebäude anders genutzt wird, steht noch nicht fest und hängt davon ab, wie schnell sich ein Käufer findet. „Das Objekt kann zeitnah in Absprache mit dem jetzigen Nutzer übernommen werden“, heißt es im Exposé.
Mit der Schließung der Betriebsstätte an der Osterupganter Straße endet eine Ära. Jahrzehnte war der Energieversorger im Brookmerland vertreten. Bevor in den 1980er Jahren der Neubau bezogen wurde, befand sich die EWE-Vertretung in der Rosenstraße neben der Sparkasse.