Auricher Wohnforum Trotz schwieriger Lage sind nicht alle Aussteller pessimistisch
Klimafreundlichkeit ist bei der Auricher Messe ein Thema. In der Sparkassen-Arena stellen 50 Aussteller aus. Dabei hat es die Branche derzeit überaus schwer.
Aurich - Die Baubranche liegt durch den Einbruch beim Wohnungsbau am Boden. Erwartet wird für 2024 ein weiterer Umsatzrückgang und der Verlust von bis zu 30.000 Arbeitsplätzen. Vor diesem düsteren Szenario öffnete das diesjährige Wohnforum in der Auricher Sparkassenarena am Sonnabend seine Pforten. Doch angesichts anstehender Sanierungsaufträge blicken längst nicht alle Aussteller pessimistisch in die Zukunft. Das Wohnen und Leben in den eigenen oder gemieteten vier Wänden hat scheinbar unverändert hohe Priorität.
Mit 50 Ausstellern aus 30 Themenbereichen hat das 8. Auricher Wohnforum trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage auch in diesem Jahr nicht an Attraktivität verloren. Angefangen von dem Dauerbrennerthema Energie, das durch einige politische Entscheidungen aktueller ist denn je, bis hin zum Gartenbau, bieten die Aussteller ein breites Spektrum. Bauen und Renovieren, Wohnen und Einrichten oder Haustechnik sind weitere Themenbereiche, die für alle Besucher der Messe von großer Bedeutung sind.
Schirmherr Johann Saathoff betonte die Wichtigkeit des Wohlfühlfaktors
Auch Schirmherr Johann Saathoff, SPD-Bundestagsabgeordneter und Staatssekretär im Bundesinnenministerium, betonte bei der offiziellen Eröffnung in diesem Zusammenhang die Wichtigkeit des privaten Umfeldes für das Wohlbefinden seiner Bewohner. „Ostfriesen richten gerne ihr eigenes Nest ein, sowohl drinnen als auch draußen. Dafür bieten die Aussteller bei dieser Messe umfangreiche Lösungen an“, so Saathoff. Nicht nur in Berlin sei das Thema Bauen und Wohnen in hohem Maße heikel, auch in den Landkreisen müsse man sich zunehmend Gedanken über die Wohnungssituation und bezahlbaren Wohnraum machen. Derzeit gebe es viel Aufregung um die Auswirkungen des neuen Heizungsgesetzes, endlose Diskussionen über Wärmepumpen und alternative Energiequellen. Die Bürger machen sich große Sorgen über Wertverlust ihrer Immobilien und Kosten für erforderliche Situationen.
„Die Messe bietet den Besuchern die Möglichkeit, sich umfassend über das Thema Energie zu informieren und sich von den Fachleuten beraten zu lassen“, sagte Marion Rabenstein von Büscher Haustechnik aus Hage im Gespräch mit dieser Zeitung. Man könne keinesfalls pauschal davon ausgehen, dass der Einbau einer Wärmepumpe beispielsweise immer die beste Lösung sei. Bei Bestandsimmobilien älteren Jahrgangs seien die baulichen und energetischen Situationen so unterschiedlich, dass eine allgemeingültige Aussage über erforderliche Investitionen und deren staatliche Förderung nicht möglich sei.
Alternativen für umweltfreundliche Heiztechniken
Einen anderen Weg hin zu einer umweltfreundlichen und kostengünstigen Heizung geht die Firma „Ökofen Heiztechnik“ aus Lingen. Vertriebsmitarbeiter Robin Rickert weist auf Rückfrage auf die Vorzüge einer Pellet-Heizanlage hin. Insbesondere bei Altbausanierungen sei die Verbrennung von Holzpellets eine prüfenswerte Alternative zu den Wärmepumpen. „Besonders beim Austausch älterer Ölheizungen sollte eine Pellet-Heizanlage in die Überlegungen einbezogen werden. Die Anlage ist nachhaltig, umweltfreundlich und ressourcenschonend“, so der Aussteller. Für den derzeit geringen Neubaubedarf habe man aber auch eine Wärmepumpe neu in die Produktpalette aufgenommen.
Ein völlig anderes und neues Angebot präsentiert Svenja Kaste aus Schortens im Wohnforum 2024. Sie bezeichnet sich als professionellen Ordnungscoach „Ich helfe anderen Menschen seit mehr als zwei Jahren dabei, ihr Zuhause in einen Ort der Ruhe und Entspannung zu verwandeln“, sagt Svenja Kaste im ON-Gespräch. Dazu sucht sie gemeinsam mit ihren Kunden nach Möglichkeiten, mehr Ordnung und Struktur in den Alltag zu bringen. Mit der gewonnenen Zeit können sich ihre Kunden wieder auf die wichtigen Dinge im Leben konzentrieren.
Das Wohnforum ist mit seinem abwechslungsreichen Angebot auch am Sonntag ab 11 Uhr geöffnet.