Kontrollen im Kreis Leer Mit aufgemotzten Autos erwischt – Polizei greift ein
Gleich drei Fahrer, die ihre Autos getunt hatten, hat die Polizei jetzt erwischt. Die Veränderungen an den Wagen waren verboten – aber nicht nur das.
Leer - Die Polizei hat Ende Februar 2024 im Landkreis Leer drei getunte Autos aus dem Verkehr gezogen. Laut einer Mitteilung wurde Dienstagnacht, 27. Februar 2024, gegen 1.30 Uhr in Nortmoor ein 22-jähriger Fahrer aus der Samtgemeinde Jümme kontrolliert. Sein Wagen war tiefergelegt und hatte Reifen, die nicht serienmäßig waren. Die verwendeten Bauteile waren auch nicht ordnungsgemäß abgenommen, so die Polizei. Veränderungen am Fahrzeug dürften nur so umgesetzt werden, dass sie der Eintragung im Fahrzeugschein entsprechen.
Am darauffolgenden Tag überprüften die Beamten mittags in Leer ein Auto, an dem sich diverse Bauteile ohne allgemeine Betriebserlaubnis oder Prüfung befanden. Verbaut waren ein nicht zugelassener Sportluftfilter und ein Bodykit (Karosseriebausatz) inklusive Fahrwerk. „Bei der Verwendung solcher Bauteile, die sich auf das Fahrverhalten auswirken und den Abstand zur Fahrbahn verringern, ist eine Prüfung zwingend erforderlich um sicherzustellen, dass von der Veränderung keine Gefahr ausgeht“, so die Polizei.
Alle Fahrer wurden angezeigt
In der Nacht zum Donnerstag, 29. Februar 2024, haben Beamte dann in Weener ein Auto gestoppt. Die Reifen waren nicht zulässig und schlugen vorne am Radkasten an. Am Reifen seien bereits Schleifspuren erkennbar gewesen. Außerdem gab es Hinweise darauf, dass der Auspuff manipuliert worden war. Der Fahrer durfte nicht mehr weiterfahren. Gegen alle drei erwischten Fahrer wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.
Die Polizeiinspektion Leer/Emden hat nach eigenen Angaben speziell geschulte Beamte, die auf die rechtmäßige Ausstattung von Fahrzeugen achten. Grundsätzlich stelle das Tunen von Autos kein Problem dar, nur würden in vielen Fällen An- und Umbauten festgestellt, die nicht nur unzulässig seien, sondern auch eine Gefahr darstellten. „Das wird von Tuning-Fans oftmals vernachlässigt und die tatsächlichen Gefahren, die aus ungeprüften oder falschen Bauteilen entstehen, werden nicht erkannt oder außer Acht gelassen“, schreibt die Polizei.