Endspurt in der Boßel-Landesliga Dramatik oben und unten
Die Auricher Mannschaften der Boßel-Landesliga sind noch im Titelrennen unterwegs oder in den Abstiegskampf verwickelt. So stehen die Chancen drei Wettkämpfe vor Saisonende
Aurich - Die Verfolger von Meister Pfalzdorf hatten die Hoffnung auf den Titel in der Boßel-Landesliga eigentlich schon aufgegeben. Doch nach der Pleite von Pfalzdorf gegen Reepsholt hat die diesjährige Saison eine Dramatik entwickelt, wie seit Jahren nicht mehr. Zwei Punkte liegt Pfalzdorf vor Leegmoor, einen Punkt dahinter lauern Reepsholt und Südarle auf Ausrutscher der beiden Auricher Teams.
Auf dem Weg zur Titelverteidigung steht Pfalzdorf am Sonntag beim Vierten Südarle vor einer großen Hürde. Mannschaftsführer Mathias Cremer weiß, dass es eng wird für seine Werfer. „Ich glaube die Meisterschaft wird erst am letzten Spieltag entschieden. Ab jetzt kommt es auf jeden Wurf an“, sagt Cremer. In Südarle erwartet der Pfalzdorfer Teamkapitän einen heißen Tanz. „Wir gehen aber voll auf Sieg. Nach einem verlorenen Wettkampf haben wir häufig eine Trotzreaktion gezeigt“, gibt sich Cremer kämpferisch.
Leegmoor hat Blut geleckt und denkt auch an das Wurfverhältnis
Noch ist der Meister vorne, doch die Boßler aus Schirumer Leegmoor haben wieder Blut geleckt und glauben an ihre Chance. „Wir wollen die letzten drei Wettkämpfe gewinnen, und dann schauen wir mal, was am Ende dabei herauskommt“, sagt Leegmoors Mannschaftsführer Jannes Koch. Wenn Pfalzdorf in Südarle verliert, würde Leegmoor bei einem eigenen Erfolg in Willmsfeld vorbeiziehen. Beim Wurfverhältnis trennen beide Auricher Mannschaften nur 32 Meter.
Ein Leegmoorer Sieg beim Abstiegskandidaten wäre sicher auch ganz im Sinne der abstiegsbedrohten Auricher Friesensportler aus Rahe und Dietrichsfeld. Ostfrisia Rahe hat nach dem Heimsieg gegen Dietrichsfeld die Abstiegsränge verlassen und reist am Sonntag nach Reepsholt. Der neue Mannschaftsführer Max Wilts ist zuversichtlich, dass zwei Punkte aus den letzten drei Wettkämpfen reichen müssten. „Und wenn Reepsholt uns etwas anbietet, wollen wir zupacken“, sagt Wilts.
Letzte Chance für Dietrichsfeld
Dietrichsfeld empfängt Burhafe zum Abstiegskrimi. „Wir haben jede Woche ein Finale, doch das Ding gegen Burhafe muss sitzen, sonst war es das für uns in der Landesliga“, sagt Mannschaftsführer Matthias Niendieker. Die Form der letzten Wettkämpfe spricht für einen Heimsieg der Dietrichsfelder.
„Es läuft eigentlich ganz gut, nur auswärts haben wir uns noch nicht belohnt. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass wir am Sonntag gewinnen. Wenn wir am Ende absteigen sollten, haben wir es in der Hinrunde vergeigt“, sagt Niendieker.