Zukunft des Norder Krankenhauses  Norder SPD fordert mehr Mitsprache bei Entwicklung der Klinik

| | 25.02.2024 14:43 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Das Norder Krankenhaus wird zu einem Regionalen Gesundheitszentrum (RGZ) umgewandelt. Foto: Romuald Banik
Das Norder Krankenhaus wird zu einem Regionalen Gesundheitszentrum (RGZ) umgewandelt. Foto: Romuald Banik
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Der SPD-Ortsverein Norden fordert eine angemessene Grund- und Notfallversorgung in Norden. Außerdem mehr Mitspracherecht für die Stadt Norden und mehr Informationen für die Bevölkerung.

Norden - Der SPD-Ortsverein Norden fordert mehr Transparenz und Mitsprache bei der Entwicklung des Norder Krankenhauses. Denn die Probleme rund um die Schließung der Klinik seien noch immer nicht zufriedenstellend gelöst. Deshalb hat der SPD-Ortsverein jetzt bei seiner Mitgliederversammlung einen entsprechenden Forderungskatalog beschlossen.

Demnach müsse eine angemessene Grund- und Notfallversorgung in Norden gewährleistet sein. Dazu gehören nach Auffassung der SPD auch die Organisation des Rettungsdienstes und die Frage der (Notfall)-Kapazitäten der umliegenden Krankenhäuser. „Dass nach wie vor immer wieder Probleme auch von ärztlicher Seite öffentlich werden, ist weder für die Menschen vor Ort noch für das UEK insgesamt von Vorteil“, heißt es in dem Forderungskatalog.

SPD-Ortsverein: Informationskampagnen sind nötig

Auch seien die Informationen für die Bevölkerung noch immer nicht ausreichend. Die Menschen müssten wissen, wohin sie sich mit welchen Beschwerden wenden können und zu welchen Zeiten das wo möglich ist. Dies sei der breiten Mehrheit der Menschen noch nicht angekommen. Es reiche nicht, sich auf die Homepage oder einzelne Zeitungsartikel zu verlassen, so der Vorwurf der SPD.

„Es wäre vielleicht hilfreich, sich noch einmal die Informationskampagne aus der Zeit vor der Entscheidung zur Zentralklinik anzuschauen, deren Ziel sogar ausdrücklich nicht nur die reine Information war, sondern auch in einen Dialog zu treten, um Sorgen und Ängste abzufangen und Akzeptanz, gerade auch für die Bevölkerung, zu schaffen und für die Pläne zu werben“, heißt es von der SPD. Damals habe es neben Pressemitteilungen und -konferenzen auch öffentliche Vorträge, Postkartenwurfsendungen, Plakate, Beilagen im Medien, Infomobil-Einsätze und eine aktive Social-Media-Kampagne mit Erklärvideos gegeben. „Warum seitens der aktuellen Kreisspitze auf diese vorhandenen Erfahrungen nicht zurückgegriffen wurde und wird, ist uns nach wie vor komplett unverständlich“, so die SPD.

SPD will Sitz im Aufsichtsrat der Trägergesellschaft für Stadt Norden

Ebenso unverständlich und „unbefriedigend“ ist es aus Sicht des Ortsvereins, dass sie als Vertreter der Norder Kommunalpolitik nur sehr wenig in die UEK-Planungen einbezogen und in Entscheidungsprozessen formell überhaupt keine Rolle spielen – obwohl diese den eigenen Standort in Norden beträfen. Deshalb forderte der SPD-Ortsverein den Kreistag auf, einem Antrag der SPD-Kreistagsmitglieder vom Januar zuzustimmen, in dem unter anderem eine feste Beteiligung der Stadt Norden im Aufsichtsrat der Trägergesellschaft mit einem Sitz für Bürgermeister Florian Eiben gefordert wurde.

Darüber hinaus ist es aus Sicht der Norder SPD wichtig, dass die Planungen und weiteren Entwicklungen so transparent wie möglich erfolgen. Alle betroffenen Gremien sollten stärker und früher mit einbezogen werden, so die Forderung.

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