Kirchengemeinde im Glück  Pastoren starten im Doppelpack

| | 20.02.2024 18:08 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Gleich zwei Silberstreife am Horizont: In der Marienhafer Marienkirche werden ab dem Sommer wieder zwei Pastoren tätig sein. Foto: Thomas Dirks
Gleich zwei Silberstreife am Horizont: In der Marienhafer Marienkirche werden ab dem Sommer wieder zwei Pastoren tätig sein. Foto: Thomas Dirks
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Für die lutherische Kirchengemeinde Marienhafe wird der diesjährige Sommer ein besonderer. Denn auch für die zweite vakante Pfarrstelle gibt es jetzt eine Neubesetzung.

Marienhafe - Für die zuletzt arg gebeutelte Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Marienhafe wird 2024 zum Glücksjahr: Nachdem die Neubesetzung der vakanten Pfarrstelle so gut wie unter Dach und Fach ist, ist nun auch für die Stelle der im vergangenen Sommer verstorbenen Diakonin Monika Bauer eine Lösung gefunden. Das bestätigte der Superintendent des Kirchenkreises Norden, Christian Neumann, auf ON-Anfrage.

Wie berichtet, wird die Diakonenstelle wieder in eine Dreiviertel-Pfarrstelle umgewandelt werden. Für diese habe es zwei Bewerbungen gegeben, berichtete Neumann. Die Landeskirche habe sich für einen Bewerber entschieden. Mit ihm sei er am Montagabend zu Gast im Marienhafer Kirchenvorstand gewesen, sagte Neumann. Dort habe sich der Kandidat „gut präsentiert“, so Neumann. Der Kirchenvorstand habe sich einstimmig für den Bewerber ausgesprochen. Dessen Name soll öffentlich erst dann genannt werden, wenn dieser die Kirchengemeinde, in der er noch tätig ist, offiziell über seinen Wechsel informiert hat.

Einführung mit Gemeindefest

Dieser ist für den Sommer geplant. Laut Neumann wird der Bewerber seine Tätigkeit in Marienhafe zum 1. Juli aufnehmen. Damit kommt es zu einem Pastoren-Start im Doppelpack. Wie berichtet, wird Anfang Juli auch Pastor Klemens Niemann in Marienhafe beginnen. Er tritt, wie mehrfach berichtet, die Nachfolge von Pastorin Katrin Krüger an. Offiziell in ihre neuen Ämter eingeführt werden sollen die beiden neuen Marienhafer Seelsorger von Superintendent Neumann am 4. August, dem letzten Sonntag der Sommerkirche im Brookmerland. Im Anschluss ist nach Angaben des Kirchenvorstands ein Gemeindefest geplant.

Das sei der vorläufige Fahrplan, so Neumann, der von einer „frohen Botschaft“ sprach und sich erfreut über die gefundene Lösung zeigte. Dass nach dann mehr als einem Jahr Vakanz beide Hauptamtlichenstellen in Marienhafe wieder besetzt und gut besetzt sein werden, habe kaum jemand für möglich gehalten. Das sei in diesen Zeiten keinesfalls selbstverständlich. „Das ist ein großes Glück“, stellte der Superintendent fest. Von der dann wieder normalisierten Situation in Marienhafe profitiere der gesamte Kirchenkreis. Neben pensionierten Theologen, die im Rahmen sogenannter Gastdienste vertretungsweise einsprangen, hatten auch Laienprediger und Pastoren aus Nachbargemeinden mitgeholfen, vorübergehend in Marienhafe für Entspannung zu sorgen.

Pastor Klemens Niemann wird die Nachfolge von Pastorin Katrin Krüger antreten. Foto: Thomas Dirks
Pastor Klemens Niemann wird die Nachfolge von Pastorin Katrin Krüger antreten. Foto: Thomas Dirks

Diese Zeit der Übergangslösungen endet im Sommer. Seine Aufstellungspredigt wird der zweite neue Pastor in einem Gottesdienst am 17. März halten, teilte Neumann mit. Pastor Niemann hat seinen ersten öffentlichen Auftritt im Brookmerland bereits absolviert und sich am 11. Februar der Gemeinde vorgestellt. Seiner Ernennung zum Pastor in Marienhafe steht nichts mehr im Weg. Dort ist der 45 Jahre alte Seelsorger willkommen. Nach Ablauf einer entsprechenden Frist gab es keine Einsprüche gegen Niemanns Ernennung.

Grünes Licht für Wechsel

Zuvor hatte er bereits grünes Licht für einen Wechsel aus der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland in die Landeskirche Hannover erhalten. Noch ist Niemann im Pfarrbereich Sangerhausen (Bundesland Sachsen-Anhalt) im Evangelischen Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda tätig und dort für ein Kirchspiel und zwei Kirchengemeinden mit insgesamt 1200 Mitgliedern zuständig. In Marienhafe tritt der 45-jährige gebürtige Thüringer, der Schwiegersohn des früheren Bürgermeisters der Gemeinde Leezdorf, Manfred Wirringa, ist, die Nachfolge von Pastorin Katrin Krüger an, die die Kirchengemeinde im Februar 2023 verlassen hatte und seither als Schulpastorin an den Berufsbildenden Schulen II in Emden arbeitet. Wie berichtet, plant sie ein Comeback auf der Kanzel: Die 43-jährige Theologin bewirbt sich auf die zweite der vier Pfarrstellen der Ludgeri-Kirchengemeinde Norden, die seit dem 1. Januar 2023 vakant und nur noch den Umfang einer halben Stelle hat. Krüger wird künftig damit je zur Hälfte in der Schule und im Gemeindepfarramt tätig sein.

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