Personalwechsel Das ist der neue Hauptdarsteller in den Ostfriesenkrimis von Klaus-Peter Wolf
Derzeit werden in Ostfriesland wieder Krimis von Klaus-Peter Wolf gedreht. Kommissar Weller wird dabei künftig von einem anderen Schauspieler dargestellt. Wir haben uns mit ihm unterhalten.
Norden - Fans der Ostfriesenkrimis müssen sich auf einen Personalwechsel einstellen: Schauspieler Christian Erdmann gibt die Rolle als Kommissar Frank Weller ab. Erdmann wende sich neuen Projekten zu, teilte das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) mit. Der letzte Krimi mit Erdmann in der Hauptrolle wird vermutlich 2025 zu sehen sein. Für Nachfolge ist aber bereits gesorgt: Tom Radisch wird künftig an der Seite von Picco von Groote, die Kommissarin Ann Kathrin Klassen verkörpert, in Ostfriesland ermitteln. Erste Dreharbeiten mit ihm finden derzeit bereits in der Region statt.
„Das ist total aufregend, die Figur zu übernehmen“, sagt Tom Radisch im Gespräch mit dieser Zeitung. Rein optisch sehen er und sein Vorgänger sich ähnlich: schlanke Statur, rotbraune Haare und Bart. „Christian Erdmann ist ein kleines bisschen größer als ich“, so Radisch. Zur Vorbereitung auf seine neue Rolle hat er sich einige Ostfriesenkrimis angesehen und auch einen Blick in die Bücher geworfen. Es sei grundsätzlich schon etwas anderes, in eine Rolle zu schlüpfen, die zuvor acht Jahre jemand anderes gespielt habe, als einen Charakter frisch zu übernehmen. „Ich freue mich aber natürlich trotzdem drauf. Ich bringe als Mensch ja auch ein paar Sachen mit, und daraus wird auf jeden Fall auch etwas eigenes werden“, so Radisch.
Ostfriesland wird für Schauspieler Zuhause auf Zeit
Wie kommt man an so einen Job? Er sei gefragt worden, ob er sich vorstellen könne, die Rolle des Kommissars zu übernehmen. „Danach wurde ich zum Casting gebeten“, sagt der 42-Jährige. „Das war eine total tolle Atmosphäre. Picco von Groote ist eine Schauspielerin, die sehr präsent ist.“ Die Harmonie zwischen den beiden passte und er bekam die Rolle. Auch von Groote freut sich auf die Zusammenarbeit: „Ich sehe das als Chance, weil das noch einmal frischen Wind mitbringen kann“, sagt sie im Gespräch mit dieser Zeitung.
Seit Ende Januar stehen die beiden nun für „Ostfriesenhölle“ und „Ostfriesische Totenstille“ vor der Kamera. Gedreht wird unter anderem auf Langeoog, in Emden, Aurich, Norden und umzu. Radisch selbst war zuvor erst einmal in Ostfriesland und freut sich daher darauf, die Region kennenzulernen. Während der Dreharbeiten wird Ostfriesland für ihn zu einem Zuhause auf Zeit, denn bis die beiden Filme abgedreht sind, vergehen knapp zwei Monate. „Ich bin in einer sehr schönen Ferienwohnung hier in Norden untergebracht“, sagt der Schauspieler. „An den Wochenenden fahre ich aber meist nach Berlin, wo ich lebe.“
Tom Radisch ist in einer Schauspielerfamilie aufgewachsen. Er ist der zweitälteste Sohn des Schauspielers Andreas Schmidt-Schaller, der unter anderem aus dem Polizeiruf bekannt ist. Seine Halbgeschwister, Petra Schmidt-Schaller und Matti Schmidt-Schaller, sind ebenfalls Schauspieler. Tom Radisch besuchte die Hochschule für Musik und Theater in Rostock und studierte später Schauspiel in Berlin. Er war bereits in mehreren öffentlich-rechtlichen Produktionen zu sehen - unter anderem im „Tatort“ oder in der Serie „SOKO“.
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