Warenengpass im Einzelhandel Krombacher-Trinker stehen bei Edeka vor Durststrecke
Seit Anfang Januar werden die Edeka-Märkte nicht mehr mit Produkten der Brauerei Krombacher beliefert. Obwohl es regionale Unterschiede gibt, hat es auch Konsequenzen für Ostfriesland.
Ostfriesland - Es ist rasante Bewegung in den Regalen der hiesigen Supermärkte – und das liegt nicht daran, dass sie mit Ware gefüllt werden. In immer kürzeren Abständen führen Auseinandersetzungen zwischen Lebensmittelkonzernen und Herstellern dazu, dass Produkte aus den Regalen verschwinden. Aktuell ist das in den Edeka-Märkten und E-Centern in Ostfriesland bei Artikeln der Krombacher-Gruppe mit Sitz im siegerländischen Kreuztal der Fall. Das Unternehmen vertreibt nicht nur das eigene Gerstensaftprodukt in allen Varianten, sondern auch Schweppes, Vitamalz und Orangina. Krombacher zählt mit einer Jahresproduktion von im Schnitt sechs Millionen Hektolitern zu einer der größten deutschen Brauereien. Schon Ende Dezember hat Edeka seine Kaufleute darüber informiert, dass ab 1. Januar aufgrund offener Verhandlungen keine Lieferungen der Marken Krombacher, Schweppes und Vitamalz durch die Logistiker stattfinden. Auch die Multi-Märkte in Emden und Leer werden von Edeka beliefert und sind deshalb ebenfalls betroffen.
Einweg-Artikel sind von dieser Entscheidung nicht betroffen. Außerdem gibt es große regionale Unterschiede. Während in Bayern, wo die Brauereidichte vergleichsweise hoch ist, Kaufleute eher auf Krombacher verzichten können, löste die Nachricht im Stammland von Krombacher, im Sieger- und im Sauerland, große Bestürzung bei den Händlern aus. Doch auch in Ostfriesland wird das Bier des Herstellers aus Kreuztal sehr gut nachgefragt. „Es ist unsere meistverkaufte Biersorte“, sagt Jann Bargmann vom E-Center Coordes in Aurich an der Raiffeisenstraße. Noch seien einige Kästen und Sechser-Träger in den Regalen, doch der Bestand schrumpfe kontinuierlich. Wie seine Edeka-Kollegen hoffe er, dass der Konflikt rasch beigelegt wird.