Finanzen  Großer Geldsegen für die Stadt Aurich

Heino Hermanns
|
Von Heino Hermanns
| 13.02.2024 17:21 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Einige Millionen Euro mehr als geplant hat die Stadt Aurich im vorigen Jahr eingenommen. Foto: DPA
Einige Millionen Euro mehr als geplant hat die Stadt Aurich im vorigen Jahr eingenommen. Foto: DPA
Artikel teilen:

Tief in den roten Zahlen wähnte sich die Stadt Aurich Ende vorigen Jahres. Ein Irrtum, es gibt sogar ein kleines Plus. Dennoch ist die Zukunft nicht rosig.

Aurich - Zehn Millionen Euro mehr als erwartet hatte die Stadt Aurich am Ende des vorigen Jahres in der Kasse. Statt mit einem Minus von über zehn Millionen Euro gibt es nun wohl ein Plus von knapp 900.000 Euro. Der Grund dafür liegt laut dem Finanzbericht von Kämmerin Katja Lorenz vor allem im Bereich der Gewerbesteuern. Denn an der Stelle wurde deutlich mehr eingenommen als noch im Haushaltsplan angenommen worden war.

Der Grund dafür sei, so Lorenz auf Nachfrage, dass einige große Unternehmen in den vergangenen Jahren besser gewirtschaftet hätten als zunächst angenommen. Welche das sind, konnte sie wegen des Steuergeheimnisses nicht sagen. Unmöglich sei es auch vorherzusagen, ob sich ein solcher Effekt in diesem Jahr wiederholen kann. „Dafür brauchte man eine Glaskugel“, so Lorenz.

Vergnügungssteuer bringt 1000 Euro am Tag

Denn noch nie sei es so schwierig gewesen, wirtschaftliche Entwicklungen vorherzusagen wie in den vergangenen Jahren. Allerdings gebe es wieder Firmen mit leeren Auftragsbüchern – kein gutes Indiz für die Gewerbesteuern.

Positiv seien die Mehreinnahmen bei der Vergnügungssteuer in Höhe von 91.000 Euro. Die Steuer wurde gerade erst angehoben, daher gilt die Zahl nur für das vierte Quartal. Übers Jahr seien es 360.000 Euro Mehreinnahmen, die nicht auf die Kreisumlage angerechnet würden, so Lorenz.

Das gilt bei der Gewerbesteuer nicht. Das bedeutet, dass Aurich wegen der höheren Einnahmen auch mehr Kreisumlage abführen muss. Zudem wird die Stadt aus dem Finanzausgleich weniger Schlüsselzuweisungen erhalten. Fazit: Es muss weiter gespart werden in Aurich. Denn bis 2027 droht immer noch ein Millionendefizit, das nur etwas kleiner geworden ist.

Ähnliche Artikel