Oberhausen  17-jähriger Ukrainer in Oberhausen erstochen – Tatverdächtiger in Untersuchungshaft

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Von AFP User
| 12.02.2024 12:25 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Ein 17-jähriger Ukrainer ist bei einem Streit unter Jugendlichen in Oberhausen erstochen worden. Foto: dpa/Hannes P Albert
Ein 17-jähriger Ukrainer ist bei einem Streit unter Jugendlichen in Oberhausen erstochen worden. Foto: dpa/Hannes P Albert
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In Oberhausen ist ein Jugendlicher aus der Ukraine bei einem Streit erstochen worden. Ein 15-Jähriger sitzt wegen dringenden Tatverdachts in Untersuchungshaft. Laut dem ukrainischen Außenministerium gehörte das Opfer der ukrainischen Basketball-Nationalmannschaft an.

Bei einem Streit unter Jugendlichen ist am Samstag im nordrhein-westfälischen Oberhausen ein 17 Jahre alter Ukrainer erstochen worden. Ein 15-Jähriger kam wegen des dringenden Verdachts des Totschlags in Untersuchungshaft, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Essen am Montag mitteilten. Der Verdacht gegen einen ebenfalls festgenommenen 14-Jährigen erhärtete sich nicht.

Bei der Auseinandersetzung wurden mehrere Jugendliche verletzt. Den Angaben zufolge eskalierte der Streit in Oberhausen am Samstagabend. Nach ersten Ermittlungen kam es auch zum Einsatz eines Messers. Der 17-Jährige starb später in einem Krankenhaus an seinen Verletzungen. Bei dem Todesopfer handelte es sich um einen ukrainischen Nationalbasketballspieler, wie das ukrainische Außenministerium am Montag mitteilte.

Schwere Verletzungen erlitten demnach auch ein 18-jähriger Ukrainer sowie zwei weitere Jugendliche im Alter von 13 und 14 Jahren. Die mutmaßlichen Täter flüchteten zunächst unerkannt vom Tatort. Laut Polizei handelte es sich offenbar nicht um einen politisch motivierten Angriff.

Ermittlern einer Essener Mordkommission gelang am Sonntag dann die Festnahme der beiden verdächtigen Jugendlichen. Beide seien bereits erheblich kriminalpolizeilich in Erscheinung getreten, hieß es. Gegen den 14-Jährigen erhärtete sich der Tatverdacht jedoch nicht. Er wurde an seine Erziehungsberechtigten übergeben.

Ein Sprecher des ukrainischen Außenministeriums erklärte zu dem Tötungsdelikt, die Regierung stehe in Kontakt mit den deutschen Behörden. Die Ermittlungen müssten so rasch wie möglich erfolgen. Der Zustand des verletzten 18-jährigen Ukrainers sei „stabil“, hieß es weiter. Lebensgefahr bestehe nicht.

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