Bau in Victorbur Neues Feuerwehrhaus soll 2025 fertig sein
Auf der Baustelle des neuen Feuerwehrhauses in Victorbur ist am Freitag der Grundstein gelegt worden. Das Gebäude muss vermutlich schon bald erweitert werden.
Victorbur - Es schien ein gutes Zeichen zu sein: Unaufhörlich segnete offensichtlich Feuerwehr-Schutzpatron St. Florian am Freitagmittag die Grundsteinlegung für das neue Feuerwehrhaus in Victorbur mit reichlich Dauerregen. Unter einer großen Plane begrüßte der Südbrookmerlander Bürgermeister Thomas Erdwiens zahlreiche Gäste aus Politik, Feuerwehr und der Firma Hockmann Bau.
Traditionell legten Erdwiens und stellvertretender Bauamtsleiter Frank Süßen selbst Hand an, um den ersten Stein für das neue Feuerwehrhaus zu setzen. In Stein und Mörtel setzten sie zunächst eine fest verschlossene Zeitkapsel ein. Sie enthält in Erinnerung an diesen historischen Tag neben der Bauzeichnung auch verschiedene Münzen und die Tagesausgaben von drei ostfriesischen Zeitungen, darunter die ON. Mit Maurerkelle und Wasserwaage wurde anschließend der erste Stein gesetzt und dem Vorhaben viel Glück gewünscht.
Firmenchef Helmut Hockmann griff anschließend zum Maurerhammer und besiegelte, wie im Baugewerbe üblich, den Akt mit drei Schlägen auf den Grundstein. Wegen des nicht enden wollenden Regens wurde die Feierstunde danach in das bisherige Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Victorbur verlegt. Bei Sekt und Kaltgetränken zeigte Erdwiens noch einmal einige Eckpunkte des Neubaus, der am Ende 2,5 Millionen Euro kosten wird.
Umzug für Frühsommer 2025 geplant
Anfang September vergangenen Jahres startete das Projekt mit der Herrichtung der Baustelle. Zum Jahreswechsel wurde die Bodenplatte gegossen und es musste aufgrund des nassen Wetters frühzeitig eine Drainage verlegt werden. Nach der Grundsteinlegung geht es jetzt in die Höhe, das Mauerwerk wird hochgezogen. Es ist noch viel zu tun, aber alle Beteiligten gehen von einer Fertigstellung bis Februar 2025 aus.
Wenn das klappt zieht die Freiwillige Feuerwehr Victorbur im Mai 2025 um. Für sie soll es ein Quantensprung werden. Im Vergleich zum jetzigen Gerätehaus, das in den 1970er-Jahren in Eigenleistung hinter dem Rathaus entstand, wird das neue Gebäude in allen Bereichen viel mehr bieten.
Drei Fahrzeuge sollen in der 17 Meter breiten Halle Platz finden. Dazu kommen Umkleide- und Seminarräume – und auch die Jugendfeuerwehr wird einen eigenen Raum erhalten. Im Außenbereich werden 25 Parkplätze und eine 250 Quadratmeter große Übungsfläche angelegt.
Weiteres Fahrzeug wegen Zentralklinik
Wenn der Neubau bezugsfertig ist, sollen dort die derzeit fünf Feuerwehrfrauen und 50 Feuerwehrmänner der Einsatzabteilung bequem Platz finden. Der gesamte Neubau sei schon in der Planung so angelegt, dass er künftigen Anforderungen an die Victorburer Wehr gerecht werde, erklärte Frank Süßen. Wenn der Neubau der Zentralklinik in die Realisierungsphase tritt, muss gemäß dem Feuerwehrbedarfsplan mindestens eine weitere Fahrzeugbox angebaut werden. Die Mannschaftsstärke müsste dann ebenfalls steigen. Die Räume des neuen Gerätehauses können nach Plan zwölf Feuerwehrfrauen und 60 Männern Platz bieten.
Der Neubau ist nach den neuesten Energieeffizienzregeln geplant und wird als erstes Feuerwehrhaus der Gemeinde mit einer Photovoltaikanlage ausgerüstet. Die versorgt unter anderem eine Wärmepumpe, mit der geheizt werden soll. Wenn alles nach Plan läuft, soll es im Frühsommer 2025 eine große Einweihungsparty geben. Zeitgleich mit dem Bezug des neuen Feuerwehrgerätehauses feiert dann sowohl die Freiwillige Feuerwehr Victorbur wie auch die Jugendfeuerwehr ein rundes Jubiläum.
Für die Firma Hockmann Bau geht es nicht nur in Victorbur in Sachen Feuerwehrneubauten weiter, wie Firmenchef Helmut Hockmann und Bauleiter Matthias Wahrheit berichten. Den nächsten Feuerwehrhaus-Neubau setzt die Firma auf der Insel Juist um, so Hockmann.