Boßel-Landesliga Der Trend spricht für den Meister
Der Landesliga-Titelkampf zwischen Pfalzdorf und Leegmoor spitzt sich zu. Eine Vorentscheidung ist an diesem Spieltag möglich.
Aurich - Lange Zeit sah es so aus, als könnten die Boßler aus Schirumer Leegmoor mit einem Durchmarsch in der Landesliga den ersten Landesmeistertitel in der Vereinshistorie schaffen. Fünf Spieltage vor Ende der Saison hat sich das Blatt zugunsten des Titelverteidigers Pfalzdorf gewendet. Der Dreifach-Meister liegt in der Tabelle nach einer kleinen Schwächephase der Leegmoorer mit zwei Punkten Vorsprung auf Platz eins. Am Sonntag könnte sogar die Vorentscheidung im Meisterrennen fallen. Die Mannschaft von Mathias Cremer muss am Kukelorum gegen die abstiegsbedrohten Rahester antreten, Jannes Koch steht mit den Leegmoorern vor einem kniffeligen Auswärtswettkampf in Reepsholt.
Was spricht für den Meister? Nach einem wackeligen Start mit 5:5-Punkten legten die Pfalzdorfer mächtig los. „Wir haben seitdem jeden Wettkampf gewonnen und stehen immer noch bei fünf Minuspunkten“, sagt Mannschaftsführer Cremer. Der Trend spricht eindeutig für den Titelverteidiger.
Pfalzdorf erfahren und abgezockt
Und die Pfalzdorfer wissen, wie es geht. Dreimal in Folge sicherten sich die Auricher den Landesmeistertitel. Sie sind erfahren und abgezockt und bleiben in den entscheidenden Momenten ruhig. Auch Cremer denkt, dass am Wochenende schon eine Art Vorentscheidung möglich ist. Am Kukelorum sehen die Pfalzdorfer Friesensportler in der Regel gut aus. Und sie sind besonders motiviert. „Wir haben in der Hinrunde zu Hause gegen Rahe verloren. Da haben wir noch eine Rechnung offen“, sagt Cremer. Der Pfalzdorfer Mannschaftsführer glaubt, dass die Leegmoorer in Reepsholt Federn lassen könnten. Eine Sache könnte dem Meister dann aber doch noch zum Verhängnis werden. „Zu Hause sind wir in dieser Saison nicht so stabil, wie gewohnt“, sagt Cremer.
Schirumer Leegmoor hat es nicht mehr selbst in der Hand und muss darauf hoffen, dass der Meister noch einmal stolpert. Vor der großen Hürde in Reepsholt ist Mannschaftsführer Jannes Koch wie immer gelassen. „Wir werden unser Bestes geben und dann schauen wir mal, was dabei herauskommt“, sagt Koch.
Spannung auch im Abstiegskampf
Auch der Abstiegskampf spitzt sich fünf Spieltage vor Saisonende zu. Aus vier mach zwei lautet die Vorgabe im Tabellenkeller. Neben Burhafe und Willmsfeld sind auch die Auricher Vereine Rahe und Dietrichsfeld mittendrin. Die Boßler vom Kukelorum haben den Vorteil von drei Heimwettkämpfen in Folge, darunter ein Nachholwettkampf. Allerdings sprechen die letzten Ergebnisse gegen die „Ostfrisia“-Boßler. Die Rechnung von Mannschaftsführer Gert Mimke Köllmann ist einfach. „Mindestens drei bis vier Punkte müssen wir aus den Wettkämpfen mitnehmen, um nicht komplett auf die Abstiegsränge abzurutschen“, so Köllmann.
Dietrichsfeld hat nach den jüngsten Auftritten wieder Blut geleckt und glaubt an den Ligaverbleib. Mit einem Sieg am Sonntag könnte die Mannschaft um Teamkapitän Matthias Niendieker nach Wochen wieder die rote Laterne abgeben und im günstigsten Fall die Abstiegsränge sogar ganz verlassen. Voraussetzung ist allerdings ein Heimerfolg gegen Westeraccum. Danach folgen für die Dietrichsfelder wichtige Wettkämpfe in Rahe und zu Hause gegen Burhafe. Am letzten Spieltag geht es gegen Stedesdorf. „Es ist noch alles möglich, wir werden alles geben. Gegen Westeraccum zählt nur ein Sieg“, gibt der Teamkapitän die Richtung vor.