Großbrand in Upgant-Schott  Marathon-Einsatz für Brookmerlander Feuerwehr

| | 02.02.2024 19:25 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Als die ersten Feuerwehrleute am Dienstagabend eintrafen, brannte die Lagerhalle auf dem Hof bereits lichterloh. Foto: Carsten Redenius
Als die ersten Feuerwehrleute am Dienstagabend eintrafen, brannte die Lagerhalle auf dem Hof bereits lichterloh. Foto: Carsten Redenius
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Der Großbrand in einer Lagerhalle in Upgant-Schott in dieser Woche forderte die Hilfskräfte wie noch nie. Eine Bilanz und Neues zur Ursache.

Brookmerland - Weiter unklar ist die Ursache des Brandes, der in dieser Woche Teile einer Lagerhalle auf dem Hof Klein Buschhaus in Upgant-Schott und rund 1000 darin gelagerte Strohballen vernichtet hat. Die Ermittlungen der Polizei dauern an. Ihre Brandexperten erhalten Verstärkung durch einen von der Staatsanwaltschaft bestellten externen Brandsachverständigen, der in Kürze seine Arbeit aufnehmen werde, teilte Polizeisprecherin Wiebke Baden am Freitag auf Anfrage mit.

Unterdessen haben die Feuerwehrverantwortlichen im Brookmerland Bilanz gezogen und festgestellt, dass der Einsatz auf Klein Buschhaus der mit Abstand längste und aufwendigste seit Langem war. Er sei seit 35 Mitglied der Feuerwehr, habe einen solchen Einsatz noch nicht erlebt, sagte Brookmerlands Gemeindebrandmeister Klaus-Dieter Cassens.

Die Löscharbeiten in der Halle dauerten fast 24 Stunden. Foto: Thomas Dirks
Die Löscharbeiten in der Halle dauerten fast 24 Stunden. Foto: Thomas Dirks

Wie berichtet, fielen den Flammen neben den 1000 Quaderballen auch ein in dem Gebäude abgestellter alter Feuerwehr-Drehleiterwagen und ein landwirtschaftlicher Anhänger zum Opfer. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf einen sechsstelligen Euro-Betrag. Neben den Strohballen lagerten in der Halle 60.000 Liter flüssiger Stickstoffdünger in zwei Großtanks. Laut Cassens gelang es, diese vor Flammen und Hitze zu schützen und so ein Auslaufen und ein ökologisches Unglück zu verhindern. Auch ein benachbartes Wohnhaus und ein Laufstall blieben von dem Feuer unbeschadet.

Große Herausforderung

Der Großbrand an der Landesstraße 26 zwischen Upgant-Schott und Wirdum war am Dienstagabend gegen 19.30 Uhr gemeldet worden. Laut Bilanz von Feuerwehrsprecher Carsten Redenius war „ein massiver Löschangriff“ notwendig, der alle Beteiligten vor Herausforderungen stellte. So musste Löschwasser aus Bohrbrunnen und Hydranten zum Brandort befördert werden, die jeweils einen halben Kilometer weit entfernt waren. Hierbei half ein Schlauchwagen der Feuerwehr Norden mit zwei Kilometern Schlauch an Bord.

Um die mit Atemschutz eingesetzten Kräfte einsatzbereit zu halten, unterstützte der Gerätewagen-Atemschutz aus Norden die Brookmerlander Wehr.

Ein Blick von der Marienhafer Straße auf den Brandort. Foto: Carsten Redenius
Ein Blick von der Marienhafer Straße auf den Brandort. Foto: Carsten Redenius

„Außergewöhnliche nachbarschaftliche Löschhilfe“ kam laut Redenius auch von der Feuerwehr Krummhörn-Ost und später noch von den Feuerwehren Osterhusen und Groß Midlum (beide Gemeinde Hinte). Zwei Radlader des THW benötigten rund 19 Stunden, um das teilweise noch brennende Stroh im Dauerbetrieb aus der Halle zu fahren und im Außenbereich zu verteilen, wo die Flammen mit Wasser und Schaum erstickt wurden.

200 Hilfskräfte und 30 Fahrzeuge

Erst kurz vor Einbruch der Dunkelheit und Erreichen der 24 Stundenmarke am Mittwochabend konnte der Marathon-Einsatz, an dem insgesamt 200 Kräfte der Hilfsorganisationen mit mehr als 30 Fahrzeugen beteiligt waren, beendet werden, berichtet Redenius.

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