Einzelhandelsprojekt  Brookmerlander Aldi wächst durch Umzug

| | 01.02.2024 19:29 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Diese vom Unternehmen veröffentlichte Visualisierung zeigt, wie der neue Aldi-Markt in Marienhafe aussehen soll. Grafik: Aldi Nord
Diese vom Unternehmen veröffentlichte Visualisierung zeigt, wie der neue Aldi-Markt in Marienhafe aussehen soll. Grafik: Aldi Nord
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Neue Filiale in Marienhafe wird größer als die alte in Upgant-Schott. Was die Kunden dort erwartet und wie der Stand der Planung ist.

Marienhafe - Mit dem Umzug von Upgant-Schott nach Marienhafe wird Aldi wachsen: 1050 Quadratmeter Verkaufsfläche soll die neue Filiale haben. Bisher waren es 760 Quadratmeter. Das teilte die Einzelhandelskette auf Anfrage mit. Die Neueröffnung sei noch in diesem Jahr, spätestens jedoch im ersten Halbjahr 2025 geplant, heißt es.

Bis es so weit ist, sind noch einige Zwischenschritte erforderlich. Bisher ist Aldi neben dem Combi-Markt im Gewerbegebiet Upgant-Schott ansässig. Wie mehrfach berichtet, soll der neue Aldi-Markt auf dem Eckgrundstück Mühlenloog/Rosenstraße entstehen. Das dort bisher noch stehende Gebäude des Edeka-Marktes Kruse soll abgerissen werden, nachdem das neue E-Center an der Rosenstraße fertiggestellt und in Betrieb ist. Wie berichtet, ist dessen Eröffnung für den 25. April geplant. Die Bauleitplanung für den neuen Standort läuft.

Vorhabenbezogener Bebauungsplan

Deren Stand stellten Brookmerlands Bauamtsleiter Jochen Behrends und Diplom-Umweltwissenschaftler Constantin Block im Rahmen einer nach dem Baurecht vorgeschriebenen Öffentlichkeitsbeteiligung am Mittwoch in Marienhafe vor. Block arbeitet für das von Aldi beauftragte Planungsbüro Thalen Consult GmbH Neuenburg.

Der Brookmerlander Bauamtsleiter Jochen Behrends (stehend) und Constantin Block vom Planungsbüro Thalen erläuterten die Bauleitplanung für Aldi. Foto: Thomas Dirks
Der Brookmerlander Bauamtsleiter Jochen Behrends (stehend) und Constantin Block vom Planungsbüro Thalen erläuterten die Bauleitplanung für Aldi. Foto: Thomas Dirks

Voraussetzung dafür, dass der neue Aldi-Markt genehmigt und gebaut werden kann, ist, dass die Gemeinde Marienhafe einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan (Nummer 0235) beschließt. Dieser, so Block, schreibe beispielsweise die maximale Größe der Verkaufsfläche, die Höhe des Gebäudes und die Art des Sortiments vor. Auch werde darin eine geplante Lärmschutzwand zwischen dem neuen Aldi-Markt und dem Grundstück der Scheweling-Mühle eingezeichnet, wo der Anlieferverkehr ankommt. Dieser rollt künftig nur noch über die Rosenstraße auf das Grundstück und nicht mehr, wie bisher, über den Mühlenloog, wo es nur noch Mitarbeiterparkplätze geben soll. Für Kunden werden laut Block 80 Stellflächen angelegt, darunter auch breite Parkplätze für Menschen mit körperlicher Behinderung sowie Eltern-Kind-Stellflächen.

Bisher ist Aldi neben dem Combi-Markt im Gewerbegebiet Osterupgant (Upgant-Schott) ansässig. Foto: Thomas Dirks
Bisher ist Aldi neben dem Combi-Markt im Gewerbegebiet Osterupgant (Upgant-Schott) ansässig. Foto: Thomas Dirks

Die Grundfläche des geplanten Aldi-Gebäudes werde kleiner sein als die des bestehenden Edeka-Marktes, sagte Behrends. Öffentlich ausgelegt werden die Planunterlagen, wie er ankündigte, voraussichtlich im März. Eingesehen werden könnten diese aber jetzt schon in der vom Bauamt genutzten Rathaus-Nebenstelle in den früheren OLB-Räumen in der Rosenstraße. Das Interesse an der Infoveranstaltung am Mittwoch war gering. Lediglich sechs Bürgerinnen und Bürger nahmen daran teil.

Aldi baut ökologisch und nachhaltig

Gestaltet wird der neue Aldi-Markt nach Unternehmensangaben nach dem aktuellen Filialkonzept, das Wert auf eine helle und freundliche Einkaufsatmosphäre und breite Gänge lege. Bei den Baustoffen setzt Aldi auf Nachhaltigkeit: Die Baubeschreibung sieht den Einsatz von Materialien vor, die nach der Lebensdauer eines Marktgebäudes schnell und einfach wiederverwertet werden können. Die Fassadenelemente aus Lochblech können zudem bei anderen Bauten weitergenutzt werden. Bei diesem freistehenden Markt setze man mit Holz zudem auf einen Baustoff, der nicht nur mit seiner Optik punktet, sondern auch für ökologisches Bauen steht, heißt es.

In der neuen Filiale gibt es rund 120 Obst- und Gemüseartikel, eine vergrößerte Backwarenauslage mit rund 40 Produkten und durchschnittlich 1860 Produkte aus 18 Warengruppen auf die Kunden. Wie Aldi mitteilte, sollen die Mitarbeiter aus dem bisherigen Markt übernommen und zusätzliche eingestellt werden.

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