Großeinsatz der Feuerwehr 1000 Strohballen verbrennen in Lagerhalle in Upgant-Schott
Bei dem Großbrand in Upgant-Schott waren bis zu 150 Feuerwehrleute im Einsatz. Der Schaden ist hoch. Verhindert wurde aber ein weiteres Unglück.
Upgant-Schott - Ein Feuer hat am Dienstagabend rund 1000 Strohballen vernichtet, die in einer Lagerhalle auf dem Hof Klein Buschhaus in Upgant-Schott gelagert waren. Zerstört wurde auch ein in dem Gebäude abgestellter alter Feuerwehr-Drehleiterwagen, der einer privaten Firma gehört, und ein landwirtschaftlicher Anhänger. Nach vorläufigen Schätzungen der Polizei beläuft sich der Sachschaden auf einen sechsstelligen Euro-Betrag.
Großaufgebot der Feuerwehr
Der Großbrand an der Landesstraße 26 zwischen Upgant-Schott und Wirdum war gegen 19.30 Uhr gemeldet worden. Ein Großaufgebot der Feuerwehr rückte aus. Nach Auskunft von Brookmerlands Gemeindebrandmeister Klaus-Dieter Cassens waren zeitweilig bis zu 150 Kräfte im Einsatz. An den Löscharbeiten beteiligten sich alle fünf Brookmerlander Ortsfeuerwehren und die Besatzung der Drehleiter der Feuerwehr Norden. Unterstützung erhielten sie von Feuerwehrleuten aus den Gemeinden Krummhörn und Hinte. Sie lösten die eingesetzten Atemschutzgeräteträger ab und lieferten Nachschub an Atemluftflaschen, die knapp wurden.
Außerdem wurde das Technische Hilfswerk Emden zur Unterstützung angefordert. Seine Mitglieder transportierten das brennende und auch Stunden später noch immer wieder auflodernde Stroh aus der Halle und zum Ablöschen auf das angrenzende Grünland.
Zur Ursache des Brandes ist bisher noch nichts bekannt. Die Untersuchungen stehen noch ganz am Anfang. Sobald die Löscharbeiten beendet und die von der Staatsanwaltschaft vorerst beschlagnahmte Halle gefahrlos begehbar sei, würden Experten der Polizei Ermittlungen aufnehmen, teilte Polizeisprecherin Wiebke Baden auf Anfrage mit.
60.000 Liter Flüssigdünger gesichert
Neben den Strohballen lagerten laut Cassens in der Halle 60.000 Liter flüssiger Stickstoffdünger in zwei Großtanks. Laut dem Feuerwehrchef gelang es, diese mit einer Wasserwand vor Flammen und Hitze zu schützen und so ein Auslaufen und damit ein ökologisches Unglück zu verhindern. Ebenso brachte die Feuerwehr weitere Anhänger und Mopeds, die sich in der Halle befanden, aus dem Gefahrenbereich. Menschen wurden nicht verletzt.
Die Halle ist ein Gebäude auf dem Gelände von Klein Buschhaus. Ein angrenzendes Wohnhaus, das als Gästehaus vom Gasthof Zum Großen Krug in Wirdum genutzt wird, aber zur Brandzeit unbewohnt war, blieb unbeschädigt. Ebenso ein der brennenden Halle gegenüberliegender Laufstall, in dem sich zum Zeitpunkt des Brandes rund 100 Rinder befanden. Sie gehören dem Grimersumer Landwirt Karsten Hagena, der den Stall und die Lagerhalle gepachtet hat. Das dort lagernde und jetzt verbrannte Stroh wollte er als Streumaterial für seine Tiere nutzen. „Das ist ärgerlich, aber keine Katastrophe“, sagte Hagena den ON. Schlimmer wäre es gewesen, wenn Mensch und Tier zu Schaden gekommen wären.
Die Landesstraße 26 war auch am Mittwoch noch zwischen den Anschlussstellen Upganter Meedeweg und Diekenshof voll gesperrt. Eine Herausforderung für die Feuerwehr stellte die Versorgung mit Löschwasser dar. Dieses muss aus Bohrbrunnen und Hydranten zum Brandort befördert werden, die jeweils einen halben Kilometer weit entfernt waren.