Boßel-Landesliga der Männer Meisterkampf und Abstiegsangst
Die Topmannschaften Pfalzdorf und Leegmoor gewinnen Derbys in der Boßel-Landesliga gegen Dietrichsfeld und Rahe. Warum sich der Meister gewaltig strecken musste.
Aurich - Meisterambitionen und Abstiegskampf: Die Situation der Auricher Mannschaften in der Boßel-Landesliga hat sich nach den Derbys vom Wochenende weiter verschärft. Pfalzdorf gewann das Pfälzerduell gegen Dietrichsfeld und führt die Tabelle weiter mit zwei Punkten vor Schirumer Leegmoor an. Die Mannschaft um Kapitän Jannes Koch holte gegen Ostfrisia Rahe zwei wichtige Heimpunkte. Noch in Schlagweite der Topteams ist Südarle nach einem Auswärtssieg in Burhafe. Dietrichsfeld bleibt nach einer starken Leistung beim Nachbarn Letzter, ist aber auch nur einen Punkt vom ersten Nichtabstiegsplatz entfernt, auf dem zurzeit die Boßler vom Kukelorum stehen. Fünf Spieltage vor Saisonende bleibt es spannend.
Pfalzdorf - Dietrichsfeld 7:0
0,076/2,064/2,052/2,035
Der Meister musste sich gewaltig strecken, um die Punkte im Pfälzerderby zu holen. Nach zuletzt durchwachsenen Leistungen auf eigener Straße zeigten die Werfer um Mathias Cremer einen guten Heimwettkampf. „Ich bin zufrieden. Wir haben uns sehr gut verkauft, Pfalzdorf hat ausgerechnet gegen uns wieder zur Heimstärke zurückgefunden“, sagte Dietrichsfelds Mannschaftsführer Matthias Niendieker. Vor Wochen hätten die Gäste mit derselben Leistung noch mit fünf Würfen in der Fremde gewonnen. Bis zur Wende verlief der Wettkampf ausgeglichen, erst auf dem Rückweg enteilten die Pfalzdorfer Stück für Stück. „Deswegen war der Sieg auch verdient“, sagte Niendieker.
Pfalzdorfs Teamkapitän Mathias Cremer war erleichtert. „Wir wussten, dass wir eine Schippe drauflegen müssen. Und wir mussten hart arbeiten, Dietrichsfeld war hier die zweitbeste Auswärtsmannschaft und hat uns alles abverlangt“, sagte Cremer.
Schirumer Leegmoor - Rahe 7:0
4,075/0,022/4,023/0,068
Mit einer stabilen Leistung sicherte sich die Mannschaft um Kapitän Jannes Koch die beiden Punkte im Derby-Heimwettkampf. 190 Würfe reichten für Leegmoor gegen einen Gegner, der ohne vier Stammkräfte einen ordentlichen Auswärtsauftritt hinlegte. „Selbst wenn jede Gruppe sich um ein bis zwei Würfe gesteigert hätte, wäre eine Niederlage das Endergebnis gewesen“, sagte Rahes Mannschaftsführer Gert Mimke Köllmann. Leegmoor bleibt dran an Pfalzdorf. „Das war auch unser Ziel, mit den Erstgruppen haben wir den Sieg letztlich herausgeworfen“, sagte Koch. Die zweite Holzgruppe der Leegmoorer, führend in der Gruppenrangliste kam dieses Mal nicht so gut zurecht und schaffte mit überschaubarem Niveau einen kleinen Metergewinn. Nächste Woche pausieren die Männer, doch Koch blickte schon auf die nächsten Wettkämpfe. „Unsere nächsten Gegner sind Reepsholt und Südarle, es geht jetzt in die entscheidende Phase.“ Ostfrisia-Teamkapitän Köllmann setzt im Abstiegskampf auf drei Heimwettkämpfe in Folge. „Mindestens drei bis vier Punkte müssen wir mitnehmen, um nicht komplett auf die Abstiegsränge abzurutschen“, so Köllmann.