Washington  Donald Trump patzt erneut bei Auftritt: Nikki Haley zweifelt geistige Fitness an

AFP User, Mark Otten
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Von AFP User, Mark Otten
| 21.01.2024 13:26 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
2017 noch Verbündete, nun Rivalen: Donald Trump (links) und die Nikki Haley, die damalige Botschafterin der USA bei den UN. Foto: Richard Drew/AP/dpa
2017 noch Verbündete, nun Rivalen: Donald Trump (links) und die Nikki Haley, die damalige Botschafterin der USA bei den UN. Foto: Richard Drew/AP/dpa
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Die republikanische Präsidentschaftsbewerberin Nikki Haley hat die geistige Fitness ihres parteiinternen Rivalen Donald Trump infrage gestellt. Auslöser ist der jüngste Versprecher des ehemaligen US-Präsidenten.

Die frühere US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen verwies am Samstag, 20. Januar, bei einem Auftritt in New Hampshire auf einen Ausrutscher des Ex-Präsidenten, der sie am Tag davor mehrmals mit der früheren Repräsentantenhaus-Vorsitzenden Nancy Pelosi verwechselt hatte.

Trump hatte, als er über die Erstürmung des Kapitols durch seine Anhänger am 6. Januar 2021 redete, gesagt: „Nikki Haley ist für die Sicherheit zuständig. Wir haben ihr 10.000 Leute angeboten – Soldaten, Nationalgarde, was immer sie wollen – sie haben es abgelehnt“, sagte Trump.

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„Wenn man mit dem Druck der Präsidentschaft umgehen muss, kann man nicht jemanden haben, bei dem man sich fragt, ob er geistig in der Lage ist, das zu tun“, sagte Haley. Haley betonte, sie sei weder für die Sicherheit im Kapitol zuständig gewesen, noch habe sie sich damals in Washington aufgehalten.

Außerdem gibt es für Trumps Behauptung, dass er während der Belagerung Hilfe angeboten hat oder dass ein solches Angebot abgelehnt wurde, keine Belege.

Haley sagte am Samstag in einem Interview mit dem Sender Fox News, Politiker an der Staatsspitze müssten „auf der Höhe ihres Könnens“ sein. „Wollen wir wirklich, dass sie mit Namen um sich werfen und Dinge falsch machen, wenn sie 80 Jahre alt sind und sich mit Putin und Xi und Kim und Nordkorea auseinandersetzen müssen?“.

Der 77-jährige Trump und andere Republikaner greifen den 81-jährigen Präsidenten Joe Biden wiederholt wegen seines Alters an und äußern Zweifel daran, ob der Politiker der Demokratischen Partei in der Lage ist, eine zweite Amtszeit anzutreten. Unter anderem hatte Biden 2022 bei einer Veranstaltung eine bereits verstorbene Mitstreiterin im Publikum gesucht und sie mehrfach aufgefordert, aufzustehen.

Doch in den vergangenen Monaten war auch Trump bei Wahlkampfveranstaltungen und Interviews immer wieder durch Verhaspler und Verwechslungen aufgefallen; teilweise schien er mitten im Satz den Faden zu verlieren und reihte Worte ohne Zusammenhang aneinander.

Trump hatte am Montag, 15. Januar, in Iowa bei der ersten Republikaner-Vorwahl mit großem Vorsprung auf seine Rivalen gewonnen – allerdings bei sehr geringer Wahlbeteiligung. Er kam auf 51 Prozent der Stimmen und lag damit 30 Punkte vor dem zweitplatzierten Gouverneur des Bundesstaates Florida, Ron DeSantis, der auf rund 21 Prozent kam. Auf dem dritten Platz folgte Haley mit 19 Prozent.

Mit seinem klaren Sieg festigte Trump seine Position als haushoher Favorit im Präsidentschaftsrennen seiner Republikanischen Partei. Die nächste Vorwahl findet am Dienstag, 23. Januar, in New Hampshire statt.

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