Lembruch „Der Dümmer brennt“: Warum das Feuerwerk 2024 nicht stattfindet
Im Jahr 2024 wird der Dümmer See nicht brennen: Die Traditionsveranstaltung „Der Dümmer brennt“ fällt in Lembruch überraschenderweise aus. Es schließt sich die Frage an: Wie wird es in Zukunft mit dem Dümmerbrand weitergehen?
Nach dreijähriger Coronapause wurde die Veranstaltung im vergangenen Jahr in Hüde ausgetragen. Tausende Menschen waren auf dem Deich, um zu feiern und das große Feuerwerk über dem See zu bestaunen. Und für 2024 sahen die Voraussetzungen eigentlich gut aus – zumindest finanziell.
Der Hüder Bürgermeister Heiner Richmann, der gleichzeitig Organisationsmitglied in der Arbeitsgruppe Dümmerbrand ist, äußerte sich, dass der Kassensturz nach der 58. Auflage im vergangenen Sommer ein zufriedenstellendes Ergebnis gebracht habe. „Wir mussten nichts drauflegen und wir sind mit den Einnahmen ausgekommen“, sagt Richmann.
In diesem Jahr sollte die Veranstaltung eigentlich in Lembruch an den Start gehen. Immer abwechselnd findet der Dümmerbrand in Hüde oder in Lembruch statt. Doch auf der Dümmerbrand-Homepage steht gelb hinterlegt, dass „Der Dümmer brennt 2024“ nicht stattfindet.
Grund dafür ist offenbar der Ausstieg der Hauptorganisatorin Margarete Schlick. Laut „Diepholzer Kreisblatt“ sollen persönliche Gründe dafür verantwortlich sein. Schlussendlich lag die Absage laut Heiner Richmann „an einem verpassten Moment, dem riesigen Aufwand und unglücklich gelaufenen Diskussionen“. In Lembruch seien wohl Stimmen laut geworden, welche die Frage aufgeworfen hätten, ob der Dümmerbrand noch zeitgemäß sei.
„In Hüde sieht das Ganze anders aus“, so Richmann. „Aber jedes Jahr können wir es auch nicht veranstalten. Die motivierten Ehrenamtler, die für die Organisation verantwortlich sind, darf man auch nicht zu sehr strapazieren.“ Für August seien die Akteure und Vereine bereits ausgebucht, sodass eine Organisation nicht mehr möglich sei. „Das Schlechteste wäre, einen Dümmerbrand nur mäßig zu organisieren und etwas über das Knie zu brechen, was der Veranstaltung nicht gerecht wird.“
Richmann blickt vorsichtig positiv in die Zukunft: „Nächstes Jahr sieht es für die Veranstaltung in Hüde gar nicht so schlecht aus.“ Allerdings bleibe abzuwarten, ob die Veranstaltung über das kommende Jahr hinaus besteht.