Hannover/Osnabrück In Osnabrück wird das Ehrenamt ganz groß gefeiert
Der „Tag der Niedersachsen“ gilt in erster Linie den Ehrenamtlichen. Im Jahr 2025 richtet Osnabrück die Sause aus, im Jahr darauf ist Braunschweig dran.
Katharina Pötter sitzt in Hannover neben Innenministerin Daniela Behrens (SPD) und spricht von einer „besonderen Ehre.“ Was die Oberbürgermeisterin von Osnabrück und CDU-Politikerin meint, ist der „Tag der Niedersachsen“, den die Friedensstadt im kommenden Jahr erstmals ausrichtet.
Das dreitägige Fest, zu dem um die 500.000 Besucher erwartet werden, wird vom 29. bis zum 31. August 2025 in Osnabrück und vom 12. bis 14. Juni 2026 in der Löwenstadt Braunschweig gastieren. In Osnabrück wird das Landesfest zum 38. und in Braunschweig zum 39. Mal gefeiert. Zuletzt war im Jahr 2022 die Landeshauptstadt Hannover Ausrichterin des Großereignisses, mit dem vor allem die vielen Ehrenamtlichen in Niedersachsen gewürdigt werden sollen.
Nachdem im Jahr 2013 ein zweijähriger Rhythmus der Feierlichkeiten festgelegt wurde, wäre eigentlich dieses Jahr wieder ein „Tag der Niedersachsen“ fällig. „Allerdings steckt uns die Corona-Pandemie noch in den Knochen“, begründet Innenministerin Behrens die Verschiebung und kündigt für das nächste und übernächste Jahr einen „Doppelschlag“ an.
„2025 und 2026 werden wir in zwei der geschichtsträchtigsten Städte, die wir in Niedersachsen haben, jeweils drei wunderbare Tage erleben. Jeder und jede, der oder die schon einmal einen Tag der Niedersachsen besuchen durfte, kennt das besondere Flair dieser Veranstaltung. Neben Topstars auf den Bühnen der beteiligten Radiosender präsentiert sich das Land von seiner besten Seite. Man kann mit der ganzen Familie erleben, wie vielfältig und bunt unsere Heimat ist, viel lernen und auch feiern“, wirbt Behrens für das Landesfest.
Es sei etwas ganz Besonderes, „dass wir gleich in zwei aufeinanderfolgenden Jahren die wichtige Stellung des Ehrenamtes in unserem Bundesland in diesem Rahmen würdigen können“.
Die gemeinschaftliche Bewältigung des Hochwassers der vergangenen Wochen habe einmal mehr den unschätzbaren Wert des Ehrenamtes und der vielen engagierten Niedersachsen unterstrichen. „Das Ehrenamt ist DIE tragende Säule unseres Gemeinwohls. Mit den beiden dreitägigen Veranstaltungen sagen wir gemeinsam Danke“, betont die Ministerin.
Konkrete Programmpunkte oder ein Motto für die drei Festtage in Osnabrück gibt es laut Oberbürgermeisterin Pötter noch nicht. Die Planungen seien noch am Anfang. Fest stehe aber, dass die Hauptbühne auf dem Marktplatz direkt vor dem historischen Rathaus aufgebaut und die Altstadt in die Feierlichkeiten eingebunden werde. Gleichzeitig kündigt Pötter neben einem bunten Programm an, vor auch allem auch Jung-Unternehmern die Chance geben zu wollen, sich zu präsentieren. Osnabrück wolle seinen Status als „Start-up-Hauptstadt“ untermauern.
Auch Braunschweigs Oberbürgermeister Thorsten Kornblum blickt dem „Tag der Niedersachsen“ in seiner Stadt gut gelaunt entgegen. „Ich freue mich sehr darüber, dass unsere Bewerbung erfolgreich war und wir 2026 den Tag der Niedersachsen erstmalig bei uns in Braunschweig ausrichten dürfen. Mit einem vielfältigen Programm werden wir Braunschweigs Stärken und die Attraktivität unserer Stadt noch bekannter machen und zeigen, wie viel unsere Stadt zu bieten hat“, betont der SPD-Politiker.
Der „Tag der Niedersachsen“ wird seit 1981 als „Landesfest der Ehrenamtlichen“ gefeiert und ist laut Innenministerium heute der „Inbegriff des gelebten Miteinanders in der landesweiten Kultur- und Vereinsszene“. Das Rahmenprogramm gestalten die ausrichtende Kommune und das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport gemeinsam mit einer Vielzahl an ehrenamtlich agierenden Vereinen, Verbänden und Einzelpersonen.
„Wir Niedersachsen sind sonst ja eher zurückhaltend und schüchtern – beim Tag der Niedersachsen aber ist das nicht der Fall“, kündigt Ministerin Behrens die „Danke-Tage fürs Ehrenamt“ an und stellt abschließend fest: „Es sind kaum bessere Städte als Osnabrück und Braunschweig zu finden, um die Vielfalt Niedersachsens zu zeigen.“