Straßenbeleuchtung  Plötzlich dunkel trotz neuer Technik

Christin Wetzel
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Von Christin Wetzel
| 15.01.2024 11:23 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Straßenlaternen mit modernem LED-Leuchtkopf in Ihlow. So wie hier sehen inzwischen 70 Prozent der Laternen in der Gemeinde Ihlow aus. Fotos: Christin Wetzel
Straßenlaternen mit modernem LED-Leuchtkopf in Ihlow. So wie hier sehen inzwischen 70 Prozent der Laternen in der Gemeinde Ihlow aus. Fotos: Christin Wetzel
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Die Gemeinde Ihlow rüstet Straßenlaternen mit neuer LED-Technik aus. Diese machte an mehreren Stellen in Riepe und Ochtelbur schlapp. Das hat einen bestimmten Grund.

Ochtelbur/Riepe - Duster und das mitten im Winter: An mehreren Stellen in Ihlow und Ochtelbur sind Straßenlaternen in den vergangenen Wochen ausgefallen. Betroffen waren laut Gemeindeverwaltung mehrere Siedlungsbereiche. Der Bauhof arbeitet mit Hochdruck daran, die Schäden zu beheben. Die Ursache für diese findet sich aber nicht in den LED-Leuchtköpfen, sondern in der Erde. Für die Siedlungsgebiete Riepe und Ochtelbur bestätigt Bürgermeister Arno Ulrichs die Ausfälle. Andernorts sei dieses Problem jedoch noch nicht vermeldet worden, so Ulrichs. Die Ausfälle beschränken sich also bislang auf zwei Dörfer.

Eine Straßenlaterne in Ihlow mit altem Leuchtmittel.
Eine Straßenlaterne in Ihlow mit altem Leuchtmittel.

Die Gemeinde hat in den vergangenen Jahren viel auf LED bei der Straßenbeleuchtung umgestellt. Nicht nur in Riepe und Ochtelbur, sondern im gesamten Gemeindegebiet wurden bereits etliche Leuchtköpfe ausgetauscht. Die alten Laternen blieben zumeist bestehen. 70 Prozent der Straßenlaternen in Ihlow leuchten inzwischen mit LED. Allein 2023 wurden 85 Leuchten ausgetauscht. Zwischen der neuen Technik und den Schäden in Ochtelbur und Riepe gibt es dabei einen Zusammenhang, erklärt der Bürgermeister. Die alten Leuchtmaterialien hätten deutlich mehr Strom benötigt. So war immer eine erhöhte Energiezufuhr vorhanden. Nun fließt aber deutlich weniger Strom durch die Kabel der Laternen. In Zusammenhang mit dem Wetter der vergangenen Monate kam es nun offenbar zu den Schäden.

Anhaltende Nässe und weniger Stromfluss führt zum Problem

Denn die anhaltende Nässe habe, so Ulrichs, bei den Kabeln für Probleme gesorgt. „Wo weniger Strom fließt, spielt die Feuchtigkeit eine Rolle“, sagt der Bürgermeister. In den Jahrzehnten zuvor gab es keine Probleme, weil die alte Laternentechnik mehr Strom verbraucht habe. Die Kabel hielten die Nässe dadurch besser aus, erläutert Ulrichs. „Das ist der Fluch der guten Tat“, sagt der Bürgermeister. Denn mit den LED soll ja Strom gespart werden. Die Umrüstung in der Gemeinde läuft deswegen ja auch seit einigen Jahren. Warum nun gerade jetzt die Schäden auftreten, liegt vor allem an dem nassen Herbst und Winter.

Der Bauhof sei nun damit beschäftigt, die Schäden zu beheben, damit die beiden betroffenen Dörfer nicht ausgerechnet in der dunklen Jahreszeit im Dunkeln liegen. „Wir werden nach diesem Winter gucken müssen, wie wir das an weiteren Stellen verhindern können“, sagt Ulrichs. Warum nun gerade Riepe und Ochtelbur von den Schäden betroffen sind, müsse er spekulieren. Aber eine Vermutung hat der Bürgermeister. Gerade in den Siedlungsgebieten in Riepe und Ochtelbur seien viele alte Gräben verrohrt worden. Außerdem würden diese von den Anwohnern auch nicht an allen Stellen gepflegt. So laufe das Wasser schlechter ab. Die Böschungen weichen auf und schon ist auch die Technik der Laternen von den inzwischen sehr nassen Böden betroffen. Wenn es abtrocknet, werde sich die Lage entspannen, so der Bürgermeister.

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