Berlin  Umfrage-Klatsche für FDP: So würde Deutschland diese Woche wählen

Lara Schmidt
|
Von Lara Schmidt
| 09.01.2024 17:40 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Für Teile der Ampelkoalition startet das neue Jahr mit desaströsen Umfragewerten. Foto: dpa/Michael Kappeler
Für Teile der Ampelkoalition startet das neue Jahr mit desaströsen Umfragewerten. Foto: dpa/Michael Kappeler
Artikel teilen:

Die Ampel-Regierung steht unter Druck: Im ersten RTL/ntv-Trendbarometer des Jahres schafft es eine Regierungspartei nicht über die Fünf-Prozent-Hürde.

Seit Monaten zeichnet sich ein Abwärtskurs der Ampelparteien in der Wählergunst ab. Das neue Trendbarometer vom Meinungsforschungsinstitut Forsa für RTL und ntv zeigt bei der Sonntagsfrage die starke Position von Union und AfD.

Für die Ampelkoalition bringt das neue Trendbarometer wenig Überraschungen. Während die SPD (15 Prozent) einen Prozentpunkt gewinnt, bleiben die Grünen unverändert bei 14 Prozent. Die FDP (4 Prozent) hingegen verliert einen Prozentpunkt und rutscht unter die Fünf-Prozent-Hürde. Damit fährt die Partei von Bundesfinanzminister Christian Lindner einen ihrer geringsten Umfragewerte seit ihrem Eintritt in die Regierung ein.

Im Kontrast dazu erhält die Rechtsaußen-Partei AfD (22 Prozent) auch im sechsten Monat der Umfragen wieder Werte von über 20 Prozent. Auch die CDU/CSU steht unverändert an der Spitze: Mit 30 Prozent des Wähleranteils hat die Union nur drei Prozentpunkte weniger als SPD, Grüne und FDP zusammen.

Auch bei der fiktiven Kanzlerwahl liegt Unionsfraktionsvorsitzender Friedrich Merz klar vorne – und das in zwei Szenarien. Im Vergleich mit Bundeskanzler Olaf Scholz und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck erhält Merz 24 Prozent aller Stimmen. Im Vergleich mit Scholz und Außenministerin Annalena Baerbock sogar 27 Prozent.

Die wenigsten Stimmen erhalten in beiden Wahlkonstellationen die Spitzenkandidaten der Grünen. Während im Scholz-Merz-Habeck-Trio der Grünen-Kandidat gleichauf mit dem derzeitigen Bundeskanzler ist (beide 15 Prozent), erhält Baerbock im zweiten Triell die niedrigsten Zustimmungswerte (15 Prozent).

Zu den prägenden Themen für die Wahlentscheidungen zählt weiterhin die wirtschaftliche Lage. So erwarten 69 Prozent der Umfrageteilnehmer eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse, während 12 Prozent von einer Verbesserung ausgehen. Wie ntv berichtet, waren folgende Themen ebenfalls wichtig: Krieg in der Ukraine (36 Prozent), Hochwasser (29 Prozent), der Nahost-Konflikt (27 Prozent) sowie Themen, die die Bundesregierung betreffen (25 Prozent).

Ähnliche Artikel