Sydney Rekordgroße Giftspinne „Hercules“ in Australien entdeckt: Was den Fund so wertvoll macht
Trichternetzspinnen aus Sydney zählen zu den gefährlichsten Spinnen der Welt. Das neu gefundene Spinnen-Männchen „Hercules“ sprengt mit seiner enormen Größe alle bisherigen Maßstäbe. Im Australian Reptile Park wird er nun in das Forschungsprogramm für Gegengifte aufgenommen.
Die riesige, männliche Trichternetzspinne „Hercules“ wurde nördlich von Sydney entdeckt. Sie zählt zu den gefürchtetsten Spinnenarten der Welt und steht als giftigste Spinnenart der Welt im Guinness-Buch der Rekorde: Sie kann einen Menschen binnen einer Stunde töten.
Nach Angaben des Australian Reptile Park gegenüber dem australischen „Guardian“, ist das neue Exemplar von Beinspitze zu Beinspitze 7,9 Zentimeter lang. Damit verdrängt es den bisherigen Spitzenreiter „Colossus“ auf Platz zwei. Noch größer ist nur ein weibliches Exemplar mit dem Namen „Megaspider“, das 8 Zentimeter lang ist, dafür allerdings weniger giftig.
Für den Australien Reptile Park ist dieser Fund sehr wertvoll. „Wir sind es gewohnt, recht große Trichternetzspinnen gespendet zu bekommen, aber eine männliche Trichternetzspinne von dieser Größe zu erhalten, ist wie ein Jackpot“, so Emma Teni, eine Mitarbeiterin des Parks am Donnerstag.
Da die männlichen Exemplare dieser Spinnenart giftiger seien, hätten sie auch einen größeren Giftausstoß, wenn sie gemolken werden. Damit hätten sie sehr großen Wert für das Gegengift-Programm des Parks, das derzeit einzigartig in Australien ist und durch Melken der Spinnen versucht, ein sogenanntes Antidot herzustellen. Das Programm des Reptilienparks wurde im Jahr 1981 aufgenommen – seitdem gab es in Australien keine Todesfälle mehr durch einen Biss der Tiere.