Neue Köpfe für Vereinsvorstand Hoffnung fürs Sand- und Water-Werk
In Simonswolde könnte es mit dem Projekt auf dem einstigen Freibadgelände nun doch weitergehen. Es gibt offenbar Interessenten, die sich um den Fortbestand kümmern wollen.
Simonswolde - Kinderlachen und Matschepampe statt brachliegendes Gelände: Dem Sand- und Water-Werk Simonswolde steht offenbar eine Zukunft bevor. Denn es gibt ernsthafte Interessenten, die für den Vorstand des Vereins antreten wollen und gemeinsam mit den Mitgliedern das Gelände weiter betreiben wollen. Das bestätigte jetzt Gemeindebürgermeister Arno Ulrichs auf Nachfrage. Schon Anfang des Jahres soll es eine Mitgliederversammlung geben, auf der der neue Vorstand gewählt werden soll. Damit wäre das Fortbestehen des Vereins und des Projekts in Simonswolde gesichert.
Nach dem Abgang des langjährigen Vorstands rund um die Vorsitzende Erika Bongers und ihren Mann Eberhard Bongers stand das Projekt zunächst vor dem Aus. Schon jahrelang hatte sich Bongers immer wieder bemüht, Nachwuchs für den Vorstand zu finden – oder zumindest jemanden, der sich mit ähnlichem Engagement um das Projekt auf dem einstigen Freibadgelände kümmern wollte. Doch lange fand sich kein Nachfolger. Erika Bongers und der bisherige Vorstand machten doch Ernst und kündigten vergangenes Jahr im Herbst endgültig ihren Rückzug an. 15 Jahre lang hatten sie und der Verein sich um das Sand- und Water-Werk gekümmert. Der Abgang aus Altersgründen war offenbar der Anstoß, um Engagierte zu finden, die sich weiter um das Sand- und Water-Werk kümmern.
Plitsch, platsch: Wasser bleibt Mittelpunkt
Der neue Vorstand werde nach der Mitgliederversammlung dann mit Gemeindeverwaltung und Ortsrat Simonswolde Ideen sammeln, wie das Gelände weiter betrieben werden kann, so Ulrichs. Das Thema Wasser solle dabei weiterhin im Mittelpunkt stehen. Angebote für Kinder und Familien sollen geschaffen werden. Das neue Vorstandsteam, Politik und Verwaltung wollen dabei auf die bisherigen Erfahrungen zurückgreifen.
Namen für den neuen Vorstand möchte der Bürgermeister noch nicht nennen. Zunächst sollen die Aufgaben verteilt werden. Außerdem sollen laut Ulrichs weitere Projekte beantragt werden, um das Projekt hauptamtlich zu unterstützen. Das Gelände selbst gehört der Gemeinde Ihlow. Es wurde bislang dem Verein für die Arbeit überlassen.
In den vergangenen 15 Jahren war dabei nicht nur ein Abenteuerspielplatz mit Matschanlage entstanden. Auch zahlreiche Angebote zum Lernen rund ums Thema Wasser standen im Fokus der Arbeit des Vereins. Kinder konnten etwas über Fische erfahren. Es wurde eine Tauschbücherei auf dem Gelände installiert. Außerdem gab es am Abend immer wieder Veranstaltungen für Erwachsene, wie etwa Essenstausch oder Aktionen im Rahmen der Ihlower Frauenwochen. Regelmäßig wurden in den warmen Monaten die Familiensonntage organisiert, bei denen die Kinder spielen konnten und es Kaffee und Waffeln gab.
Das Sand- und Water-Werk Simonswolde wurde Partner der bundesweiten Bildungsinitiative „Haus der kleinen Forscher“. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zeichnete das Projekt aus.