Hamburg Ansturm auf E-Auto-Umweltprämie: Zahlen zeigen Endspurt vor dem Aus
Kurz vor dem abrupten Ende der staatlichen E-Autoförderung hat es einen kräftigen Schlussspurt bei den Anträgen für die Umweltprämie gegeben. Das zeigen Zahlen des zuständigen Bundesamts.
Am Mittwochabend, 13. Dezember, teilt die Regierung vage mit, die staatliche Förderung beim Kauf eines E-Autos „zeitnah“ zu beenden. Es ist eine Reaktion auf die massive Haushaltskrise. Eigentlich sollte die Förderung spätestens Ende 2024 auslaufen – oder vorher, falls der Fördertopf leer sein sollte.
Laut dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) steigt die Zahl der Anträge umgehend. Am Donnerstag, 14. Dezember, registriert die Bundesbehörde nach eigenen Angaben bereits 1875 Anträge – 400 mehr als am Vortag.
Am Samstagvormittag, 16. Dezember, nennt die Bundesregierung den Endtermin: Mitternacht von Sonntag, 17. Dezember, auf Montag, 18. Dezember. Danach würde keine Anträge mehr angenommen werden. Das löst einen regelrechten Boom aus, wie die Zahlen des BAFA zeigen:
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Die kurzfristige Entscheidung hat bundesweit Kritik ausgelöst. So sprach unter anderem die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie, Hildegard Müller, von einer Fehlentscheidung. Diese dämpfe den Ausbau der E-Mobilität und gefährde damit das Ziel des Koalitionsvertrages, bis 2030 rund 15 Millionen Elektroautos in den Markt zu bringen.
Laut Bundeswirtschaftsministerium sind seit 2016 insgesamt rund zehn Milliarden Euro als Umweltbonus für rund 2,1 Millionen Elektrofahrzeuge geflossen. Damit ist es nun vorbei. Immerhin: Mehrere Hersteller übernehmen den Umweltbonus erst einmal.
(Mit Material der dpa.)