Zentrale Anmeldung  Norden regelt Vergabe von Kitaplätzen neu

| | 21.12.2023 08:11 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Kinderschuhe stehen in einer Kita-Garderobe. Die Anmeldung für einen Kitaplatz soll in Norden künftig mit Hilfe einer neuen Software zentral erfolgen. Foto: DPA
Kinderschuhe stehen in einer Kita-Garderobe. Die Anmeldung für einen Kitaplatz soll in Norden künftig mit Hilfe einer neuen Software zentral erfolgen. Foto: DPA
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Statt zahlreicher Mehrfachanmeldungen an den einzelnen Kitas soll ein zentrales Vergabesystem für mehr Übersicht und Klarheit sorgen. Sowohl für die Eltern als auch für die Stadt.

Norden - Bisher war es so: Noch bevor der Nachwuchs geboren war, machten sich Eltern Sorgen um einen Kitaplatz. Mit der Geburt meldeten sie sich an allen Norder Einrichtungen an, die infrage kamen. Immer mit der Hoffnung, zum gewünschten Termin einen der begehrten Betreuungsplätze zu bekommen. Das soll sich nun ändern. Schon ab dem kommenden Kitajahr sollen die Plätze für Krippe und Kindergarten zentral vergeben werden – über ein zentrales, digitales Vergabesystem auf der Homepage der Stadt Norden. Das teilte Bürgermeister Florian Eiben am Mittwoch in einem Pressegespräch mit.

Dafür soll eine Software mit einem Ampelsystem eingesetzt werden. Über diese Ampel soll kenntlich gemacht werden, wie viele Plätze in welcher Einrichtung zur Verfügung stehen. Die Eltern geben künftig ihren Erst-, Zweit- und Drittwunsch für eine Kita an, außerdem ihre benötigten Betreuungszeiten. Je nach Verfügbarkeit sollen die Kitas dann von der Stadt vergeben werden. Auch die Einrichtungen sollen sich über diese Software präsentieren können. „Die Zuteilung erfolgt quasi automatisch je nach Geburtsdatum des Kindes“, sagte der Erste Stadtrat Markus Aukskel.

Bisher gab es viele Doppelmeldungen

Das Problem des bisherigen Systems: Die meisten Eltern haben sich bei mehreren Kitas auf die Warteliste setzen lassen. In der Hoffnung, ihre Wunsch-Kita zu bekommen, wurden nicht benötigte Plätze, wenn überhaupt, nur sehr spät abgesagt. Die Kitas mussten Doppelmeldungen umständlich über die Wartelisten abgleichen, erklärte Eiben. All das soll es künftig nicht mehr geben. Das neue System soll es für die Stadt, die Kitas und die Eltern leichter machen.

Für die Wünsche der Eltern ist laut Eiben zunehmend nicht mehr die Nähe zum Wohnort ein wichtiges Kriterium. In erster Linie gehe es um die Betreuungszeiten und dann um das pädagogische Konzept. Dann ist für Eltern noch interessant, ob die Kita günstig auf dem Weg zur Arbeit liege, so Eiben.

Übergangs-Kita Hooge Riege soll innerhalb der Altstadt entstehen

„Grundsätzlich ist die Stadt Norden mit Kita-Plätzen nicht schlecht versorgt“, sagte Eiben. „Im Schnitt haben wir im Bereich der über Dreijährigen genügend Plätze, im Bereich der unter Dreijährigen besteht noch ein Ausbaubedarf“, ergänzte Markus Aukskel. Entsprechende Pläne sind bereits auf den Weg gebracht. So soll im neuen Baugebiet Hamburger Straße, das ab 2024 erschlossen wird, zusätzlich zu einer Kita auch eine Krippengruppe entstehen. Mutmaßlich im Jahr 2026 könnte die Kita eröffnet werden, so Eiben.

Im kommenden Jahr werde die Stadt auch der Ersatzbau für die Kita Hooge Riege beschäftigen. Derzeit laufen laut Eiben die letzten Absprachen, wo im Zeitraum des Abrisses und Neubau der Kita die Container-Kita übergangsweise aufgestellt werden könnten. Es soll sich dabei um ein Grundstück innerhalb der Altstadt handeln. Auch der Neubau der Grundschule Süderneuland werde ein Thema sein.

„Wann hat Norden so viel in familiäre Infrastruktur investiert?“, so Eiben. Es sei richtig, dass die Stadt das jetzt mache. Eigentlich sei es schon fast zu spät für diese Maßnahmen. Das hätte eigentlich schon einige Jahre eher passieren müssen, sagte Eiben. Wichtig sei aber, dass es jetzt auf den Weg gebracht wird.

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