Vereinsarbeit  Mehr Ihlower Vereine sollen gefördert werden

Heino Hermanns
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Von Heino Hermanns
| 20.12.2023 08:57 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Flutlicht kostet Geld – künftig sollen die Vereine darauf achten, dass es nicht unnötig brennt. Foto: Romuald Banik
Flutlicht kostet Geld – künftig sollen die Vereine darauf achten, dass es nicht unnötig brennt. Foto: Romuald Banik
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In Ihlow gibt es eine neue Förderrichtlinie für Vereine. Bedacht werden sollen auch Vereine außerhalb des Sports. Und die Richtlinie setzt Anreize für Verhaltensänderungen.

Ihlow - Mehr Verantwortung sollen die Ihlower Vereine übernehmen, wenn es um das Thema Energiesparen geht. Das hat der Ihlower Verwaltungsausschuss kürzlich mit den neuen „Richtlinien für die Gewährung von Zuschüssen zur Vereinsarbeit“ beschlossen. Darin enthalten ist als Neuerung, dass die Vereine die Betriebskosten zum Beispiel für die von ihnen genutzten Vereinsheime selbst begleichen. Das hat bislang die Gemeinde Ihlow übernommen, sofern die Gebäude der Gemeinde gehörten. Im Gegenzug wird Ihlow den Vereinen höhere Zuschüsse zahlen. Holger Saathoff, zuständiger Fachbereichsleiter der Gemeinde Ihlow, hat die neue Richtlinie mit ausgearbeitet und sie vor Kurzem im Sportausschuss vorgestellt.

Grundsätzlich soll mit der neuen Richtlinie die Vereinsförderung breiter aufgestellt werden in Ihlow. Profitierte bislang vor allem der Sport, so werden nun grundsätzlich alle Vereine erfasst. Außerdem soll mit der neuen Richtlinie ein Flickenteppich an unterschiedlichen Förderregularien abgeschafft werden. So gab es eine Förderung im baulichen Bereich bisher nur auf Einzelantrag. Vereine, die eigene Gebäude oder Grundstücke hatten, wurden gar nicht unterstützt. Andere Vereine, die zum Beispiel Einnahmen aus der Gastronomie haben, konnten bislang auch keine finanzielle Unterstützung erwarten.

Vereine sind verantwortlich für Liegenschaften

Mit der neuen Regelung wird es nun pauschale Zuschüsse im Bereich der Unterhaltung von Gebäuden und Anlagen geben. Pro Mitglied und Jahr soll es fünf Euro geben. Hinzu kommen Zuschüsse zur laufenden Vereinsarbeit sowie finanzielle Hilfen bei Neu-, Um- und Erweiterungsbauten. Auch für die Beschaffung von Geräten oder Einrichtungsgegenständen können Anträge gestellt werden. „Die Gesamtverantwortung für die Liegenschaften liegt im Grundsatz bei den Vereinen“, so Saathoff.

Er erhofft sich von den neuen Regeln, dass vor allem Energie eingespart werden kann. „Die Vereine müssen nun die Verbrauchskosten zahlen.“ Das könne dazu führen, das vielleicht genauer darauf geachtet werde, ein Flutlicht auch mal 30 Minuten früher auszuschalten, wenn es nicht mehr benötigt werde. Befeuert werden könne nun auch die Diskussion darüber, ob und wie Vereinsheime energetisch saniert werden könnten.

Nicht in Stein gemeißelt sind die neuen Förderrichtlinien für die Vereine. Ein Jahr lang sollen sie ausprobiert werden, dann wird eine Evaluierung erfolgen. Danach werden etwaige nötige Änderungen eingearbeitet. Sollten schon vorher Vereine durchs Raster fallen und in finanzielle Nöte geraten, wird die Gemeinde eingreifen, versprach Saathoff.

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