Vorweihnachtsaktion erfreut Kinder und Erwachsene Trecker brachten Kinderaugen zum Leuchten
Trotz derzeit schwieriger Lage haben sich am Sonntagabend beleuchtete Treckerfahrer aus Ihlow auf den Weg zum Auricher Krankenhaus gemacht. Die kleinen Patienten dankten es ihnen.
Aurich - Trotz der – wegen der Beschlüsse der Bundespolitik – derzeit schwierigen Lage für Treckerfahrer haben sich die Ihlower Treckerfahrer am Sonntagabend mit ihren beleuchteten Gefährten in Richtung der Auricher Ubbo-Emmius-Klinik (UEK) aufgemacht. Dort freuten sich viele kleine Patienten und Mitarbeiter der UEK. Kurz nach Einbruch der Dunkelheit brachten die beleuchteten Traktoren auch die Augen der Zuschauer zum Leuchten.
Bereits zum vierten Mal in Folge besuchte die Gruppe nicht nur das Auricher Krankenhaus, sondern auch die Kitas, Kindergärten und Grundschulen in der Gemeinde Ihlow. „Die Aktion wurde ehemals von dem Verein „Land schafft Verbindungen“ ins Leben gerufen. Kurze Zeit später haben Gorg Pupkes aus Ochtelbur und ich die Fahrt übernommen und als private Veranstaltung weitergeführt“, sagte Mitorganisator Jörg Saathoff im ON-Gespräch.
Rund 20 Trecker fuhren am Krankenhaus vor
Wie geplant näherten sich gegen 18 Uhr etwa 20 blinkende und leuchtende Traktoren mit dem üblichen Tuckern der Dieselmotoren dem Krankenhaus. Dort wurden sie nicht nur von den Patienten, sondern auch von einer größeren Gruppe Zuschauer erwartet. Darunter Eltern mit ihren strahlenden Kindern, aber auch Erwachsene, wie beispielsweise ein älteres Ehepaar, dass vor einigen Monaten aus der Nähe von Köln nach Aurich gezogen ist. „Das ist schon eine tolle Aktion, die hier von den Treckerfahrern mit ihren schön geschmückten Schleppern geboten wird“, waren sich die Eheleute einig.
Für die Treckerfahrer ist der Besuch des Krankenhauses und vor allem der Kinderstation am dritten Advent der Höhepunkt ihrer zweiwöchigen Aktion. In der Woche davor haben sie mit einer kleineren Gruppe die Kitas und Kindergärten besucht und für die kommende Woche sind die Fahrten zu den Grundschulen der Gemeinde vorgesehen. „Bei insgesamt 13 Einrichtungen in der Gemeinde ist das jedes Jahr eine besondere Herausforderung für die Beteiligten, die ja auch ihre normale Arbeit erledigen müssen“, bestätigte Karin Block von der Gemeindeverwaltung Ihlow, die mit den Organisatoren die Aktion koordiniert.
Protest gegen Politik findet woanders statt
„Für uns sind die vorweihnachtlichen Fahrten zu den Kindern eine reine Herzensangelegenheit. Die Aktion ist völlig unabhängig von irgendwelchen politischen Beschlüssen der Landes- oder Bundesregierung, auch wenn sie die Landwirte unmittelbar betreffen“, betonte Landwirt und Mitorganisator Georg Pupkes. Gegen die Beschlüsse könne an anderer Stelle, wie beispielsweise am Montag in Berlin, demonstriert werden. Bei ihrer Aktion ginge es einzig und allein darum, Kindern und älteren Patienten eine Freude zu machen.
Aus diesem Grund hatten die Treckerfahrer auch in diesem Jahr wieder viele kleiner Geschenke im Gepäck. Kuscheltiere, Pixibücher, Malstifte, Malbücher, kleine Spiele und Warnwesten wurden an die Mitarbeiter der Kinderstation der Klinik übergeben.
Für die Unterstützung ihrer Weihnachtsfahrten bedankten sich die Organisatoren bei den Firmen Baustoffunion Aurich, Raiffeisen Volksbank Aurich, Wittrock Georgsheil, Blumen König, ALSA, WiSoNa Energie, Landguth, Lankhorst Aurich, Raiffeisen Volksbank Holtrop, Milchland Niedersachsen, Lohnbetrieb de Berg, Molkerei Rücker, Lohnbetrieb Enninga, Molkerei Ammerland und dem LSV Ostfriesland.