18. Sparkassencup in Großefehn  Ärger um einen Sticker

Stefan Rammelmann und Marco Lindenbeck
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Von Stefan Rammelmann und Marco Lindenbeck
| 17.12.2023 19:20 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Im Halbfinale schlug Middels den Gastgeber Großefehn mit 4:1 und holte sich gegen Firrel den SparkassenpokalFoto: Bernd Wolfenberg
Im Halbfinale schlug Middels den Gastgeber Großefehn mit 4:1 und holte sich gegen Firrel den SparkassenpokalFoto: Bernd Wolfenberg
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Deshalb sagte der SV Wallinghausen seine Teilnahme am Sparkassencup in der Dreifachturnhalle in Großefehn ab. Auf dem Feld überraschte der Turniersieger TuS Middels.

Großefehn – Die Vorfreude auf das erste Hallenspektakel in der Winterpause in der Dreifachturnhalle in Großefehn war groß, doch die Organisatoren des Sparkassencups mussten schon vor dem ersten Anstoß eine große Enttäuschung wegstecken. Der SV Wallinghausen sagte seine Teilnahme am Turnier am Vormittag kurzfristig ab. Der Grund: Auf dem Auricher Weihnachtsmarkt waren Sticker mit der Aufschrift „Scheiß Wallinghausen“ gesichtet worden. Umrahmt wurde der unappetitliche Spruch von einem Fadenkreuz. „Das ist uns übel aufgestoßen. Wir wollten dann ein wenig Luft aus der ganzen Sache nehmen und haben unsere Teilnahme abgesagt“, so Bünting.

Über die sozialen Medien hatte die Vereinsvorsitzende am Abend vor dem Turnier einen Schnappschuss des Aufklebers erhalten. „Hobbydetektive“ des Vereins machten Spieler des SV Großefehn als Verursacher aus. Die Gespräche zwischen den Vereinen seien aber konstruktiv verlaufen. Auch die SVG-Verantwortlichen seien schockiert gewesen und wollen nun die Übeltäter finden, die wohl aus den eigenen Reihen kommen.

Spiele für die Gegner gewertet

„Wir hegen aber keinen Groll, haben aber auch eine gesellschaftliche Verantwortung. Mit der Nichtteilnahme wollten wir auch ein Zeichen setzen“, sagte Bünting. Zurückbleiben wird nichts, sagt Bünting. Schon in ein paar Tagen treffen die beiden Mannschaften dann beim Aurich-Cup aufeinander. Organisator Alexander Wiese war von der Absage enttäuscht. „Es ist so schon schwierig in der heutigen Zeit ein Hallenturnier zu organisieren“, sagte Wiese.

Die Spiele des SV Wallinghausen beim Sparkassen-Cup wurden mit 2:0 für die Gegner aus Aurich, Großefehn und Borssum gewertet. Die Gastgeber ließen sich von den Querelen neben dem Spielfeld nicht irritieren und schafften den Gruppensieg in der Gruppe A mit drei Siegen.

Die Auricher verloren beide Spiele und gaben dasselbe Bild ab, wie noch in der Bezirksliga-Hinrunde. Sie spielten munter mit, blieben vor dem gegnerischen Tor aber harmlos. Mit dem SV Großefehn schaffte es Bezirksligist Borssum in das Halbfinale. In der Gruppe B war Landesligist GW Firrel mit drei Siegen das Maß aller Dinge. Der TuS Middels verdiente sich im letzten Gruppenspiel gegen Wiesmoor (2:1) die Teilnahme am Halbfinale. Die U23-Mannschaft des Gastgebers holte beim 3:3 gegen Wiesmoor immerhin einen Punkt. Im Halbfinale überraschte Middels Gastgeber Großefehn mit einem taktischen Kniff. TuS-Trainer Tobias Ryl stellte mit Henning Corell einen Feldspieler ins Tor, um bei Ballbesitz mit fünf Feldspielern anzugreifen.

Middels furios im Endspiel gegen Firrel

Das Konzept ging gegen Großefehn voll auf. Der Gastgeber führten zwar nach einem Tor von Janek Freudenberg mit 1:0, doch Middels drehte die Partie nach Toren von Amar Karan und Doppelpacker Kevin Hollmann und gewann am Ende überraschend deutlich mit 4:1. Im zweiten Halbfinale schlug Firrel die Emder aus Borssum mit 2:0.

So war die Favoritenrolle im Endspiel eigentlich klar verteilt, doch der TuS Middels überraschte die 150 Zuschauer in der Halle und gewann das Endspiel gegen die ranghöheren Firreler deutlich mit 7:3. Glen Sokoli schoss drei Tore für die entfesselten Middelser, Kevin Hollmann traf zweimal, auch Gyoksel Rasim trug sich in die Torschützenliste ein.

TuS-Trainer Tobias Ryl war begeistert vom Auftritt seiner Mannschaft. „Wir haben uns von Spiel zu Spiel gesteigert.“

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